Wirtschaft

Venezuela prüft Verlagerung von 31 Tonnen Gold aus London nach New York

Berichten zufolge sondieren venezolanische Regierung und Oppositionsfraktion ein Abkommen, wonach rund 31 Tonnen Gold aus Tresoren der Bank of England in Verwahrung der Federal Reserve Bank of New York verlegt werden könnten; offizielle Bestätigungen…

Kurzmeldung

Nach übereinstimmenden Berichten von Financial Times und Reuters prüfen Vertreter der venezolanischen Regierung und eine Oppositionsfraktion ein Abkommen zur Verlagerung eines Teils der in Großbritannien gelagerten Goldreserven. Demnach geht es um etwa 31 Tonnen Gold mit einem geschätzten Wert von rund 4 Milliarden US‑Dollar, die derzeit in Tresoren der Bank of England in London verwahrt werden. Ziel der Sondierung ist demnach, die Barren in die Verwahrung der Federal Reserve Bank of New York zu bringen, ohne dass ein sofortiger Verkauf vorgesehen sei.

Die berichteten Vereinbarungsentwürfe sehen offenbar vor, dass die Vereinigten Staaten formale Zugriffs‑ und Verwahrungsregelungen übernehmen, die den unmittelbaren Handel mit den Beständen verhindern, aber deren Nutzung als Sicherheit oder als Grundlage für Finanzierungsmöglichkeiten erlauben könnten. Weder die Bank of England noch die Federal Reserve Bank of New York haben eine formelle Bestätigung der Berichte veröffentlicht; die Angaben beruhen auf mehreren namentlich nicht genannten Quellen, die Reuters und die Financial Times zitierten.

Hintergrund ist ein andauernder Streit über die Verfügungsrechte an venezolanischen Auslandsreserven, der seit 2019 besteht. Die Bank of England hält die betreffenden Bestände zurück, solange die Frage der rechtmäßigen Repräsentation Venezuelas nicht abschließend geklärt ist. Die geplante Verlagerung würde deshalb nicht nur politische und rechtliche Fragen in Caracas betreffen, sondern auch die Rolle Londons als bedeutenden Verwahrungsort für staatliche Reservewerte berühren.

Für das Vereinigte Königreich hätte ein tatsächlicher Transfer Signalwirkung: Entscheidungen über in London gelagerte Reserven werden international genau beobachtet, weil sie Rückschlüsse auf Rechtssicherheit und Verwahrstandorte zulassen. Ob die Verhandlungen zu einem unterschriftsreifen Vertrag führen und unter welchen konkreten Auflagen ein Transport der Goldbarren von London nach New York erfolgen würde, bleibt offen. Belastbare Aussagen können erst erwartet werden, wenn die Bank of England, die Federal Reserve oder offizielle venezolanische Stellen entsprechende Erklärungen abgeben.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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