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Studie sieht Chancen für Rückkehr des Baummarders nach Südostengland

Neue Befunde des South East Pine Marten Restoration Project zeigen geeignete Lebensräume in Kent und Sussex. Projektpartner bereiten nächste Planungsschritte vor.

Eine am 4. September 2026 veröffentlichte Auswertung des South East Pine Marten Restoration Project kommt zu dem Ergebnis, dass Teile von Kent und Sussex geeignete Voraussetzungen für die Rückkehr des Baummarders (pine marten, Martes martes) bieten. Die Analyse bewertet vor allem Habitatqualität, Vernetzung von Waldflächen und die Haltung lokaler Interessengruppen. Demnach verfügen ausgewählte Gebiete über ausreichend strukturreiche Wälder und potenzielle Rückzugsräume, die eine dauerhafte Etablierung der Art ermöglichen könnten.

Koordiniert wird die Initiative von Kent Wildlife Trust und Wildwood Trust, beteiligt sind zudem Sussex Wildlife Trust, die Conservators of Ashdown Forest und Forestry England. Nach Angaben der Projektpartner handelt es sich weiterhin um eine Phase der ökologischen und sozialen Machbarkeitsprüfung. Untersucht werden Risiken wie Zerschneidung durch Straßen, Störungen durch Freizeitnutzung sowie mögliche Konflikte mit Nutztierhaltung. Parallel werden Maßnahmen geprüft, etwa zusätzliche Nistangebote in Altholzbeständen, vernetzte Korridore und ein systematisches Monitoring.

Die Bewertung greift auf Habitat-Eignungsmodelle und Erfahrungen aus anderen Regionen zurück, in denen sich Baummarder in den vergangenen Jahren wieder ausgebreitet oder nach Projekten Fuß gefasst haben. Forestry England und Natural England verweisen auf operative Lehren für Gesundheitschecks, Besenderung und die Einbindung von Landbewirtschaftenden. Eine Freilassung wäre, so die beteiligten Organisationen, nur bei belastbaren Nachweisen der Eignung, mit behördlichen Genehmigungen und unter wissenschaftlicher Begleitung vertretbar.

Der Baummarder war in Südengland seit dem 19. und frühen 20. Jahrhundert infolge intensiver Verfolgung und Lebensraumverlusts weitgehend verschwunden. In Teilen Großbritanniens mehren sich inzwischen Nachweise, begünstigt durch Waldumbau, rechtlichen Schutz und gezielte Naturschutzprojekte. Für Südostengland betonen die Partner jedoch, dass ein „Zurück in die Landschaft“ sorgfältig vorbereitet werden müsse: entscheidend seien robuste Daten zu Beutetieren, Trittsteinhabitaten und Wanderbewegungen sowie eine breite Unterstützung vor Ort.

Als nächste Schritte nennen die Projektbeteiligten vertiefte Feldarbeiten, Gespräche mit Gemeinden und Forstbetrieben sowie die Ausarbeitung eines möglichen Auswilderungskonzepts. Über Zeitpunkt und Umfang künftiger Maßnahmen ist noch nicht entschieden. Zuständig für Genehmigungen wäre Natural England. Bis dahin dienen die jetzt vorgelegten Befunde als Planungsgrundlage, um Chancen und Risiken im Detail abzuwägen und gegebenenfalls zielgerichtete Schutzmaßnahmen in Kent und Sussex umzusetzen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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