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Autonome Himbeer-Pflückroboter starten kommerzielle Tests in Norfolk

In Ostengland haben kommerzielle Feldversuche mit autonomen Himbeer-Pflückrobotern begonnen. Entwickler und Partner prüfen Leistung, Fruchtqualität und Wirtschaftlichkeit unter Praxisbedingungen.

In Norfolk haben kommerzielle Feldversuche mit autonomen Himbeer-Pflückrobotern begonnen. Nach übereinstimmenden Angaben von Branchenmedien und beteiligten Unternehmen werden die Systeme des britischen Entwicklers Fieldwork Robotics derzeit auf mehreren Farmen erprobt, darunter ein Standort in Tunstead nahe North Walsham. Die Tests in Ostengland zielen darauf ab, die reale Pflückleistung, die Qualität der geernteten Früchte und die betriebswirtschaftliche Tragfähigkeit über mehrere Wochen zu bewerten.

Fieldwork Robotics arbeitet seit Jahren an robotergestützten Erntelösungen für Beerenfrüchte. Das Unternehmen hat zuvor Pilotversuche in Portugal sowie Partnerschaften mit britischen Erzeugern durchgeführt. Als Praxispartner in Norfolk wird unter anderem Place UK genannt; auch die Summer Berry Company war in früheren Entwicklungsphasen beteiligt. Laut Medienberichten wurde die Arbeit durch frische Mittel in Millionenhöhe gestützt, die insbesondere eine Ausweitung von Feldversuchen in Norfolk und Staffordshire ermöglichen sollen. Konkrete Summen und Förderquellen werden in den Berichten unterschiedlich ausgewiesen.

Im Mittelpunkt der aktuellen Tests stehen neben der reinen Ernteleistung betriebliche Parameter wie Tag- und Nachtbetrieb, das Zusammenwirken mehrerer Fahrzeuge, die Integration in bestehende Erntelogistik sowie der Umgang mit ungleichmäßig reifenden Beständen. Vergleichbare Forschungsprojekte wie BerryAdopt nennen als Messgrößen Pflückrate, Ausschussquote und Ertragseinfluss. Aus vorangegangenen Pilotphasen liegen Hinweise vor, dass die Roboter bereits einen Beitrag zur Ernte leisten können, jedoch bislang eine Ergänzung durch erfahrene Erntekräfte nötig bleibt. Verlässliche, unabhängig erhobene Kennzahlen zu den nun gestarteten Norfolk-Tests stehen noch aus.

Der Druck zur Automatisierung steigt in der britischen Beerenbranche seit Jahren. Steigende Lohnkosten und Engpässe bei Saisonarbeitskräften erschweren die Planungssicherheit der Produzenten. Entscheidend für einen breiteren Einsatz der Technologie sind nicht nur die technische Zuverlässigkeit und eine schonende Handhabung empfindlicher Früchte, sondern auch die Robustheit bei wechselhaftem Wetter sowie die Einhaltung von Qualitätsstandards des Lebensmitteleinzelhandels. Herstellerangaben und Projektpartnermeldungen bilden derzeit den Großteil der verfügbaren Informationen; unabhängige Evaluierungen sollen die Ergebnisse der laufenden Trials absichern. Gelingt der Nachweis wirtschaftlicher Vorteile im Praxisbetrieb, könnten die Systeme schrittweise in den Erntespitzen eingesetzt und manuelle Teams entlastet werden. Misslingen zentrale Kriterien wie Durchsatz, Sortengenauigkeit oder Prozessintegration, dürfte der Markteinsatz dagegen auf spezifische Nischen beschränkt bleiben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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