Politik

Regierung beschleunigt Gefängnisbau mit 110 Millionen Pfund

Am 1. September 2026 hat Justizminister Alex Norris 110 Millionen Pfund vorgezogen, um Umbauten in bestehenden Gefängnissen zu finanzieren und die Vorbereitung eines neuen 1.700‑Plätze‑Gefängnisses in Lancashire zu starten.

Die britische Regierung zieht 110 Millionen Pfund aus bestehenden Haushaltsmitteln vor, um den Ausbau der Gefängniskapazitäten zu beschleunigen. Die Ankündigung machte der Lord Chancellor und Secretary of State for Justice, Alex Norris, am 1. September 2026. Nach Angaben des Ministry of Justice sollen die Mittel kurzfristig in Umbauten innerhalb des bestehenden Strafvollzugs eingesetzt und zugleich für vorbereitende Schritte an künftigen Standorten genutzt werden. Dazu gehört nach Regierungsangaben ein Vertrag für vorbereitende Arbeiten an einem neuen Gefängnis mit rund 1.700 Plätzen in Lancashire.

Konkret sollen in bestehenden Haftanstalten nicht für den Vollzug genutzte Bereiche – etwa Verwaltungs- und Nebenflächen – baulich ertüchtigt und in Unterbringungsräume umgewandelt werden. Parallel finanziert die Regierung Grundstücksankäufe, Untersuchungen und weitere Vorarbeiten, um neue Standorte zügiger zur Baureife zu bringen. Zeitpläne für die Fertigstellung einzelner Projekte und belastbare Gesamtkosten nannte das Justizministerium nicht.

Die Regierung stellt die Maßnahme als Teil des größten Gefängnisbauprogramms seit der viktorianischen Zeit dar. Ziel ist es, die angespannten Kapazitäten im Vollzug zu entlasten und künftigen Bedarf zu decken. Nach offizieller Darstellung wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere Tausend zusätzliche Haftplätze geschaffen; die jetzt vorgezogenen Mittel sollen den Baufortschritt beschleunigen. Welche Auswirkungen die Umwidmung vorhandener Flächen auf Arbeitsabläufe in den Gefängnissen haben wird, bleibt offen.

Unabhängige Medienberichte griffen die Ankündigung am Montag auf und bestätigten die wesentlichen Punkte: das Vorziehen von 110 Millionen Pfund im laufenden Haushaltsjahr, den Fokus auf kurzfristig umsetzbare Umbauten sowie die vertragliche Vorbereitung des neuen Großprojekts in Lancashire. Details zu Lage, Bauphasen und Genehmigungsstand dieses Standorts sollen demnach zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Der Schritt reagiert auf anhaltenden Druck im Strafvollzug des Vereinigten Königreichs. Die heute gemeldeten Finanzverschiebungen sind ein Regierungsvorhaben; externe Prüfungen der Wirksamkeit, etwa zu Kosten-Nutzen, Personalausstattung oder regionalen Folgen, liegen noch nicht vor. Fest steht, dass die beschleunigten Maßnahmen kurzfristig neue Plätze durch Umbauten schaffen sollen, während der Neubau in Lancashire mehrere Jahre Planungs- und Bauzeit erfordern dürfte. Weitere Einzelheiten kündigte das Ministry of Justice nach der Veröffentlichung für die kommenden Monaten an.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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