Wirtschaft

Neue Daten: künstliche Intelligenz-Nutzung steigt, bleibt für schottische Firmen größte Hürde

Amtliche Auswertungen zeigen eine wachsende KI-Verbreitung im Vereinigten Königreich. In Schottland nennen viele Unternehmen fehlende Kompetenzen, Kosten und Regulierung als wichtigste Bremsen.

Neue amtliche Auswertungen zeigen: Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen nimmt im Vereinigten Königreich weiter zu. Zugleich bleibt die Einführung für viele schottische Firmen eine zentrale Hürde ihrer Digitalisierung. Darauf verweist die neueste Auswertung der Business Insights and Conditions Survey (BICS) für Schottland, die einen steigenden Anteil von Betrieben mit KI-Einsatz ausweist.

Die BICS-Daten für Juni 2026 nennen besonders fortgeschrittene Sektoren wie Information und Kommunikation. Auch in anderen Branchen wächst die Verbreitung, oft zunächst in unterstützenden Funktionen wie Text- und Datenanalyse oder Kundenservice. Eine tiefere Integration in Kernprozesse erfolgt seltener. Ergänzend meldet die AI Adoption Research des UK Government wachsende Nutzung im gesamten Land, jedoch mit deutlichen Unterschieden nach Unternehmensgröße und Branche. Größere Unternehmen und digital affine Bereiche liegen vorn; kleine und mittlere Betriebe halten häufiger Abstand.

Als wichtigste Hemmnisse nennen Unternehmen wiederkehrend fehlende interne Expertise, Schwierigkeiten bei der Identifikation tragfähiger Anwendungsfälle sowie Kosten- und Compliance-Fragen. Die schottische Regierung (Scottish Government) verweist auf Unterstützungsangebote, darunter das AI Adoption Programme. Über Enterprise Agencies und The Data Lab sollen Kompetenzen in kleineren Betrieben gestärkt, Pilotprojekte begleitet und der Zugang zu Beratung erleichtert werden. Die britische Forschungsübersicht betont zudem die Rolle systematischer Weiterbildung und zielgerichteter Personalentwicklung, um aus ersten Tests produktive Routinen zu machen.

Die Befunde deuten auf zwei absehbare Folgen. Erstens dürfte sich der Vorsprung bereits digital starker Branchen und größerer Unternehmen ausweiten, solange Qualifikations- und Investitionslücken bestehen. Zweitens gewinnen Förderinstrumente und Bildungsangebote an Gewicht, wenn sich erhoffte Produktivitäts- und Wachstumsimpulse breiter entfalten sollen. Dabei bleiben rechtliche Klarheit, Datensouveränität und Sicherheit entscheidend für Investitionsentscheidungen.

Einordnung der Evidenz: Die Zunahme der KI-Nutzung stützt sich auf die veröffentlichten Erhebungen (BICS für Schottland sowie die AI Adoption Research des UK Government). Die Nennung von Hürden und Unterstützungsangeboten folgt den dort dokumentierten Ergebnissen und Programmen, unter anderem dem AI Adoption Programme über Enterprise Agencies und The Data Lab. Einschätzungen zu möglichen wirtschaftlichen Folgen sind Analysen auf Basis dieser Befunde und als Prognosen zu verstehen, nicht als gesicherte Tatsachen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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