Umwelt

Met Office: Sommer 2026 war im Vereinigten Königreich der wärmste seit Messbeginn

Der britische Wetterdienst bestätigt vorläufig einen neuen Sommerrekord: England, Wales und Nordirland verzeichneten 2026 jeweils ihre wärmsten Sommer.

Der britische Wetterdienst Met Office hat am 1. September 2026 vorläufig bestätigt, dass der meteorologische Sommer 2026 (1. Juni bis 31. August) die höchste mittlere Temperatur in der nationalen Reihe seit 1884 erreichte. Die Sommermitteltemperatur für das Vereinigte Königreich lag über dem bisherigen Rekord und deutlich über dem Referenzzeitraum 1991 bis 2020. England, Wales und Nordirland verzeichneten jeweils neue Höchstwerte der sommerlichen Mitteltemperatur; in Schottland rangiert die Saison nach den vorläufigen Berechnungen unter den wärmsten, dort jedoch ohne neuen Spitzenplatz.

Die Einordnung bezieht sich auf die meteorologische Definition des Sommers. Bereits während der Saison hatten Monatsauswertungen auf ein mögliches Rekordjahr hingedeutet: Der Juni 2026 war nach Met‑Office‑Daten der wärmste Juni in England und der zweitwärmste im Vereinigten Königreich und in Wales. Der Juli zählte landesweit zu den trockensten und sonnenscheinreichsten seit Beginn der Aufzeichnungen; Wales erreichte mit einem mittleren Juliwert von 17,8 Grad Celsius ein neues Landesmaximum. Diese Einzelbefunde bestätigten den Trend über die gesamte Dreimonatsperiode.

Zur Einordnung der Ursachen verweist das Met Office auf langfristige klimatische Veränderungen. Nach Einschätzung seiner Fachleute hat der menschengemachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für außergewöhnlich warme Sommer signifikant erhöht. Erste, noch nicht endgültige Analysen legen nahe, dass das beobachtete Temperaturniveau ohne den Einfluss anthropogener Treibhausgasemissionen deutlich unwahrscheinlicher wäre. Zugleich betont der Dienst, dass alle Angaben vorläufig sind und nach routinemäßigen Qualitätsprüfungen einzelner Messreihen in den kommenden Wochen finalisiert werden.

Die Folgen eines Rekordsommers sind bereits spürbar. Hinweise auf anhaltende Trockenheit und erhöhte Brandgefahr prägten insbesondere den Hochsommer; in Wales warnte Natural Resources Wales im Juli vor Belastungen für Wasserversorgung und Ökosysteme. Gesundheitsbehörden mahnten erhöhte Vorsicht bei Hitzewellen an. Für Politik und Verwaltung im Vereinigten Königreich ergibt sich daraus zusätzlicher Druck, Vorsorgepläne für Hitze und Dürre zu schärfen und Anpassungsmaßnahmen etwa in Stadtplanung, Landwirtschaft und Infrastruktur zu beschleunigen.

Tatsachen und Bewertungen sind zu trennen: Die Rekordmeldung, die genannten Monatswerte und die Einordnung innerhalb der Klimareihen beruhen auf vorläufigen Datensätzen des Met Office seit 1884. Aussagen zur Rolle des Klimawandels und zu möglichen Folgen sind Einschätzungen von Fachbehörden und nicht mit einem endgültigen Jahresbericht gleichzusetzen. Die geprüfte Endauswertung folgt nach Abschluss der Datenvalidierung.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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