Die Ständige Vertreterin des Vereinigten Königreichs bei den Vereinten Nationen, Dame Sarah MacIntosh, hat vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York bekräftigt, dass Russlands Vorgehen die Souveränität der Ukraine nicht ändert und ihre international anerkannten Grenzen nicht neu schreibt. Das am 1. September 2026 veröffentlichte Statement unterstreicht die Unterstützung Londons für die territoriale Integrität der Ukraine.
MacIntosh verwies in ihrer Rede auf eine Verschärfung russischer Angriffe und nannte für Juli 2026 mindestens 429 abgefeuerte Raketen. Sie führte zudem die humanitäre Bilanz an: Fast 17.000 getötete ukrainische Zivilistinnen und Zivilisten seit Februar 2022, darunter 820 Kinder, sowie mehr als 51.000 Verletzte. Sie markierte den Zeitpunkt der Rede mit dem Hinweis auf die seit Beginn der Invasion verstrichenen 1.651 Tage und erinnerte an zwölf Jahre seit der Annexion der Krim. Diese Zahlen und Zeitangaben gab sie der Generalversammlung zu Protokoll.
Rechtlich stellt das Vereinigte Königreich seine Position auf die UN-Charta und das Prinzip der territorialen Unversehrtheit. MacIntosh berichtete über Zwangsumsiedlungen, Passzwang, Einschränkungen der ukrainischen Sprache und Angriffe auf kulturelles Erbe in besetzten Gebieten. Zugleich forderte sie ungehinderten humanitären Zugang, die Freilassung Zivilinternierter und die Rückführung verschleppter Kinder. Neue Sanktionsschritte oder Fristen kündigte sie nicht an; betont wurde vielmehr die Unterstützung internationaler Ermittlungen und Rechenschaftsmechanismen.
Politisch zielt das Statement auf zweierlei: die Festigung der britischen Linie gegenüber Russland und das Signal an Partnerstaaten, die Ukraine weiter materiell und diplomatisch zu stützen. Für die anstehende Debatte der Generalversammlung der Vereinten Nationen bedeutet dies, dass London am Grundsatz festhält, völkerrechtswidrig eroberte Gebiete nicht anzuerkennen. Welche praktischen Folgen daraus erwachsen, hängt von Mehrheiten in den UN-Gremien und der Kooperationsbereitschaft anderer Mitgliedstaaten ab, insbesondere beim humanitären Zugang und bei der Strafverfolgung dokumentierter Verbrechen.
Das Foreign, Commonwealth and Development Office veröffentlichte das Transkript der Rede am 1. September 2026. Die zitierten Aussagen, Daten und Zahlen stammen aus diesem Text. Einschätzungen zu Interessen, möglichen Folgen und Handlungsoptionen sind als Einordnung erkennbar und gehen über die wörtlichen Passagen hinaus, ohne ihnen zu widersprechen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).