Das Met Office erwartet für das kommende Wochenende in Teilen des Vereinigten Königreichs deutlich höhere Temperaturen. Grund ist eine Verlagerung des Jetstreams nach Norden, die den Aufbau eines Hochdruckgebiets begünstigt und zeitweise wärmere Luft aus dem Süden heranführt. In Südengland und in den Midlands sind nach derzeitigem Stand Höchstwerte um 25 bis 27 Grad möglich. Der nationale Wetterdienst betont zugleich eine erhöhte Prognoseunsicherheit, weil kleinräumige Fronten aus Westen weiterhin eingreifen können.
Nach Einschätzung der Meteorologen bleibt die Großwetterlage insgesamt gemischt. Der Jetstream – ein Starkwindband in großer Höhe, das die Zugbahnen atlantischer Tiefs steuert – hat zuletzt an Dynamik gewonnen. Liegt er nördlich der Britischen Inseln, kann sich das subtropische Hoch über dem Atlantik weiter nach Norden ausdehnen. Dann fließt aus südlicher Richtung wärmere und teils trockenere Luft nach England. Schwenkt der Jetstream dagegen südlicher oder wird stärker gewellt, erreichen atlantische Fronten häufiger den Westen und Norden mit Wolken, Regen und spürbar niedrigeren Temperaturen.
Für das anstehende Wochenende zeichnen die vom Met Office ausgewerteten Modelle vor allem für den Süden und Osten Englands häufiger sonnige Abschnitte und spürbar milderes Wetter. Im Westen und an der Nordküste sind dagegen weiter Wolkenfelder, Regenschauer und niedrigere Höchstwerte zu erwarten. Nächtliche Abkühlung bleibt möglich, insbesondere dort, wo aufgelockerte Bewölkung und trockene Luft zusammenkommen. Aussagen über Dauer und geografische Ausdehnung der wärmeren Phase sind laut Met Office an weitere Modellläufe gebunden.
Praktische Folgen sind je nach Region unterschiedlich: In dicht besiedelten Gebieten können kurzfristige Temperatursprünge die Belastung für empfindliche Personengruppen erhöhen. Im Verkehr sind nach Regen episodisch schmierige Fahrbahnen möglich, während die Landwirtschaft den Wasserbedarf und die Ernteplanung an wechselhafte Intervalle aus Sonne, Schauern und Wind anpassen muss. Die Meteorologen empfehlen, kurzfristige regionale Vorhersagen und eventuelle Wetterwarnungen zu verfolgen. Eine länger anhaltende spätsommerliche Phase über das gesamte Vereinigte Königreich hinweg ist derzeit nicht gesichert; die Lage hängt vom weiteren Verlauf des Jetstreams und der Aktivität der atlantischen Tiefdruckgebiete ab.
Die Einschätzungen beziehen sich auf Anfang September 2026 und werden vom Met Office fortlaufend aktualisiert. Der Kern der Aussage bleibt: Mit der nördlichen Verlagerung des Jetstreams steigt die Wahrscheinlichkeit für vorübergehend sommerliche Temperaturen, vor allem im Süden und Osten Englands, während die West- und Nordhälfte wechselhaft bleibt.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).