Natural Resources Wales hat am 12. Oktober 2026 landesweit dazu aufgerufen, sich vor Beginn der Herbst- und Wintersaison gezielt auf Hochwasser vorzubereiten. Die Behörde begründet den Schritt mit einem Jahr ausgeprägter Wetterextreme in Wales: Nach Phasen außergewöhnlicher Trockenheit, teils mit Waldbränden, folgten wiederholt Starkregen und örtliche Überschwemmungen. Mit der Kampagne „Be Flood Ready“ sollen Haushalte, Unternehmen, Gemeinden und Versorger ihre Risiken prüfen und frühzeitig Schutzvorkehrungen treffen.
Empfohlen werden drei Prioritäten: Erstens, das individuelle Hochwasserrisiko über verfügbare Karten und lokale Informationen einschätzen. Zweitens, den kostenlosen Hochwasser-Warnservice zu abonnieren, um behördliche Hinweise rechtzeitig zu erhalten. Drittens, einfache bauliche und organisatorische Maßnahmen noch vor den nächsten Stürmen umzusetzen – etwa mobile Schutzbarrieren bereithalten, Rückstauklappen prüfen, Notfallkontakte aktualisieren und betriebliche Einsatzpläne testen.
Nach Darstellung von Natural Resources Wales haben die vergangenen Dürreperioden und Brände die Bodenverhältnisse verändert. Verkrustete, ausgetrocknete oder geschädigte Böden nehmen Regenwasser schlechter auf; bei Starkregen steigt das Risiko schnell anlaufender Abflüsse und rasch wachsender Flusspegel. Als Hilfsmittel verweist die Behörde auf die Flood Risk Map, auf lokale Pegelbeobachtungen und auf das abgestufte Warnsystem, das betroffene Gebiete vorwarnt und Handlungsanweisungen gibt.
Die Welsh Government und Natural Resources Wales verweisen zugleich auf längerfristige Arbeiten an der Flutresilienz: Dazu zählen Investitionen in Deiche und natürliche Rückhalteräume, renaturierende Maßnahmen zur Wasserspeicherung in der Fläche sowie eine engere Abstimmung mit Gemeinden und Versorgungsunternehmen. Zugleich betont die Behörde, dass staatliche Projekte allein den Schutz nicht gewährleisten. Wirkung entstehe erst durch vorbereitetes Handeln aller Beteiligten – von Kommunen über Wasserunternehmen bis zu Versicherern und privaten Haushalten.
Für überregionale Infrastruktur und Katastrophenschutz ist der Appell von Bedeutung: Kommunen und Betreiber kritischer Anlagen werden aufgefordert, Notfallabläufe zu überprüfen, Materialvorräte zu sichern und Meldeketten zu testen. Versicherer könnten Risikohinweise an Kundinnen und Kunden aktualisieren, während Unternehmen ihre Geschäftsfortführungspläne auf wetterbedingte Störungen anpassen sollten. Für Privathaushalte gilt das zeitnahe Abonnieren des Warnservices, die regelmäßige Kontrolle von Abflüssen und die Vorbereitung individueller Notfallpläne als zentrale, unmittelbar umsetzbare Maßnahme in den kommenden Wochen.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).