Kurzmeldung
Der Verband der britischen Pharmaindustrie (Verband der britischen Pharmaindustrie, ABPI) berichtet im Bericht „UK pharmaceutical investment competitiveness report 2026“, dass seit September 2025 weltweit zugesagte zusätzliche Investitionen von rund zwei Milliarden Pfund in das Vereinigte Königreich gegangen seien. Die ABPI nennt als Anwendungsfelder Investitionen von der KI-gestützten Wirkstoffforschung bis zur großindustriellen Produktion von Arzneimitteln. Diese Angaben entstammen der ABPI-Veröffentlichung und einer begleitenden Pressemitteilung des Verbandes.
Der Bericht führt regulatorische und politische Schritte an, die aus Sicht der Industrie die Attraktivität des Standorts gestärkt hätten. Dazu zählt die ABPI Verbesserungen bei Nutzenbewertungen durch das National Institute for Health and Care Excellence sowie beschleunigte Prüf- und Zulassungsprozesse bei der Medicines and Healthcare products Regulatory Agency. Der Verband hebt außerdem die geplanten Möglichkeiten zur Nutzung von Gesundheitsdaten hervor; ein Health Data Research Service mit einem geplanten Gesamtvolumen von ungefähr 600 Millionen Pfund wird als potenzieller Treiber genannt.
Gleichzeitig warnt die ABPI, dass Zusagen allein nicht ausreichten: Ohne verbindliche Zeitpläne, verlässliche Zugangsregeln für Daten und eine klare Steuerung könnten Standortvorteile rasch verloren gehen. Der Verband schreibt, die praktische Umsetzung durch Regierung und Behörden entscheide, ob Investitionen tatsächlich zu mehr Forschung, Produktion und Patientenzugang zu neuen Therapien im NHS führen.
Zur wirtschaftlichen Bedeutung nennt die ABPI, die Industrie stütze bereits mehr als 125.000 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich; bei anhaltendem Wachstum könnten Projektionen zufolge bis 2035 bis zu 81.300 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die ABPI betont, dass es sich hierbei um Verbandsprognosen handelt, die von Regulierung, politischer Umsetzung und globaler Nachfrage abhängen.
Die Zusagen über „zwei Milliarden Pfund“ werden von der ABPI als positives Signal bewertet, doch macht der Bericht klar, dass der Nutzen für Forschung, Patienten und Beschäftigung von der konsequenten Umsetzung der angekündigten Maßnahmen abhängt.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).