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Studie: England braucht sieben nasse Monate, um die Dürre zu beenden

Gemeinsame Modellrechnungen von Met Office, Environment Agency und Wasserversorgern zeigen: Nur überdurchschnittlicher Regen über sieben Monate könnte Englands Dürre bis April 2027 vollständig beenden.

England wird nach neuen Modellanalysen über die kommenden sieben Monate hinweg deutlich mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel benötigen, damit alle Regionen bis April 2027 formal den Dürrestatus verlassen. Die Ergebnisse wurden Mitte September in der nationalen Dürrekoordination vorgestellt und stützen sich auf Berechnungen des Met Office, der Environment Agency und mehrerer Wasserversorger. Grundlage ist der Regierungsbericht „Dry weather and drought in England: 4 to 10 September 2026“.

Nach einem außergewöhnlich trockenen Frühjahr und Sommer befinden sich den Lageberichten zufolge weiterhin rund drei Viertel Englands in Dürre. Reservoirs und Grundwasser liegen verbreitet unter dem saisonüblichen Niveau. Fachleute betonen, dass einzelne Regenphasen nicht genügen: Böden, Aquifere und Speicher füllen sich mit Verzögerung, weshalb anhaltend nasse Monate nötig sind, um die hydrologischen Defizite zu schließen.

Die Projektion ist keine Vorhersage des Wetters, sondern eine Bedingung für eine vollständige Entwarnung in allen Regionen. Ob sie eintritt, hängt von der tatsächlichen Regenmenge im Herbst und Winter ab. Die Environment Agency weist darauf hin, dass eine Serie durchschnittlich feuchter Wochen nicht ausreichen dürfte; gefragt ist kumulativ überdurchschnittlicher Niederschlag. Das Met Office liefert dafür langjährige Vergleichswerte, anhand derer die Wasserwirtschaft ihre Szenarien kalibriert.

Praktisch bedeutet dies: Ohne einen nassen Herbst und Winter bleiben regionale Entnahmebeschränkungen, Bewirtschaftungsmaßnahmen der Wasserversorger und zeitweilige Auflagen etwa für Gartenbewässerung wahrscheinlich bestehen. Die Unternehmen prüfen parallel Optionen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung und ökologischer Mindestabflüsse, darunter flexible Schaltpläne für Reservoirs, verstärkte Leckageminderung und eine engere Abstimmung mit Landwirtschaft und Industrie.

Politisch unterstreicht die Analyse den Druck, langfristige Anpassungen zu beschleunigen: zusätzliche Speicherkapazitäten, modernisierte Leitungsnetze, effizientere Verbrauchssteuerung sowie Regeln, die bei länger anhaltender Trockenheit zielgenauer greifen. Zugleich verweisen die Behörden darauf, dass selbst nasse Winter die strukturelle Anfälligkeit nach mehreren trockenen Jahren nicht automatisch beheben.

Die BBC hatte den Umfang der Trockenheit zuletzt ebenfalls hervorgehoben. Maßgeblich bleibt jedoch die amtliche Lagebewertung, die im Rahmen der National Drought Group regelmäßig aktualisiert wird. Sie trennt Beobachtung und Prognose strikt: Der aktuelle Befund lautet anhaltende Dürre in großen Teilen Englands; die modellierte Bedingung für eine vollständige Entwarnung sind sieben aufeinanderfolgende Monate mit überdurchschnittlichem Regen.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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