Kurzmeldung
Die britische Regierung hat bestätigt, dass die Gebühren für verschreibungspflichtige Medikamente in England für das Haushaltsjahr 2026/27 eingefroren werden. Die Maßnahme, die im November 2025 im Rahmen des Budgetplans angekündigt und durch den Kanzler des Schatzamts bestätigt wurde, sichert, dass der Preis für eine einzelne verschriebene Arzneimittelpackung bei 9,90 Pfund bleibt. Ebenfalls eingefroren werden die Dreimonats- und Jahres‑Prepayment‑Certificates (PPC), mit denen Patientinnen und Patienten Vergünstigungen bei wiederkehrendem Arzneimittelbedarf erhalten. (Stand: bessere Bestätigung durch Regierungsangaben und Protokolle des Parlaments.)
Die Änderung gilt nur für England. In Schottland, Wales und Nordirland sind Rezepte bereits generell kostenfrei; die Zuständigkeit für solche Leistungen liegt bei den jeweiligen regionalen Regierungen. Die Bundesregierung begründet die Einfrierung mit der Entlastung von Haushalten angesichts anhaltender Lebenshaltungskostenbelastungen. Als Zuschreibung nennt die Regierung Einsparungen in Millionenhöhe für Patientinnen und Patienten im betreffenden Haushaltsjahr.
Freistellungen bleiben bestehen: Kostenfreiheit gilt weiter für Kinder, Menschen über der jeweiligen Altersgrenze für die kostenlose Versorgung, Schwangere, bestimmte chronisch Kranke sowie Berechtigte nach dem NHS Low Income Scheme. Community Pharmacy England und andere Verbände begrüßten die Entscheidung, wiesen aber zugleich auf strukturelle Fragen der Arzneimittelversorgung und auf Betrugsbekämpfungsmaßnahmen im Rezeptwesen hin.
Für Betroffene bedeutet die Entscheidung: Wer in England für einzelne Rezepte zahlt, zahlt vorerst weiterhin 9,90 Pfund; wer häufig verschreibungspflichtige Medikamente benötigt, kann die Vorteile eines Prepayment Certificate prüfen. Leserinnen und Leser sollten beachten, dass sich Ausnahmeregeln und die genaue Verwaltungspraxis ändern können; bei konkreten Fragen empfiehlt sich die Prüfung der aktuellen Informationen über offizielle Regierungs- und NHS‑Stellen.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).