Kurzmeldung
Der Nottingham University Hospitals Trust (NUH) bestätigte am 16. Oktober 2026, dass 15 Beschäftigte entlassen wurden, nachdem interne Ermittlungen unzulässige Zugriffe auf Patientenakten festgestellt hatten. Betroffen waren nach Angaben des Trusts medizinische Unterlagen von Opfern des Angriffs vom 13. Juni 2023, namentlich Ian Coates, Grace O’Malley‑Kumar und Barnaby Webber. Der Trust teilte mit, dass weitere disziplinarische Maßnahmen geprüft und bei Bedarf anwendbar seien.
Nach der offiziellen Mitteilung beruhen die Personalentscheidungen auf Prüfungen der Zugriffsprotokolle: Zugriffe ohne dokumentierten dienstlichen Bedarf wurden als Verstoß gegen die internen Datenschutz- und Verhaltensregeln bewertet. Konkrete personenbezogene Angaben zu den entlassenen Beschäftigten veröffentlichte der Trust aus Datenschutzgründen nicht. Das Information Commissioner's Office (ICO) werde nach Ermessen über meldepflichtige Vorfälle informiert, heißt es weiter.
Die Mitteilung steht im Zusammenhang mit der laufenden Nottingham Inquiry, die die Umstände des Angriffs von Valdo Calocane untersucht. In öffentlichen Anhörungen war wiederholt Kritik an Kontrollen und Protokollierung von Zugriffsrechten in Teilen des Gesundheitswesens vorgetragen worden. Bereits im Mai 2026 hatte der Trust erste Ergebnisse interner Untersuchungen veröffentlicht; die nun bestätigten Entlassungen erhöhen die bislang kommunizierte Gesamtzahl.
Rechtlich können unbefugte Zugriffe arbeits- und datenschutzrechtliche Folgen bis hin zu Entlassungen sowie Meldungen an Aufsichtsbehörden nach sich ziehen. Der Trust kündigte an, Prüfungen der technischen Nutzungsprotokolle zu verschärfen, Sensibilisierungs‑ und Schulungsmaßnahmen auszuweiten und die Rollen‑ und Zugriffsrechte in den elektronischen Patientenakten genauer zu kontrollieren. Zugleich betonte der Trust seine Verpflichtung gegenüber den Opfern und Angehörigen, die Vorfälle vollständig aufzuklären.
Unabhängige Medienberichte und die offizielle Pressemitteilung des Trusts bestätigen die Zahl der Entlassungen. Die Vorgänge werden in Großbritannien als Teil eines breiteren Drucks gewertet, unangemessene Zugriffe auf Patientendaten innerhalb des National Health Service stringenter zu verfolgen und technische wie organisatorische Schutzmaßnahmen zu stärken.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).