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MI5-Chef warnt vor Staatsbedrohungen durch Russland, Iran und Künstliche Intelligenz

Der MI5-Direktor Sir Ken McCallum hat am 13. Oktober 2026 seine jährliche Lageeinschätzung vorgestellt und vor verstärkten Aktivitäten Russlands und Irans sowie vor neuen Risiken durch Künstliche Intelligenz gewarnt. Der Inlandsgeheimdienst richtet dafür ein…

Der Direktor des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5, Sir Ken McCallum, hat am 13. Oktober 2026 in London seine jährliche Lageeinschätzung zu Bedrohungen für das Vereinigte Königreich vorgelegt. Er sprach von einer spürbaren Zunahme staatlich gesteuerter Aktivitäten gegen britische Interessen und nannte Russland und Iran als Hauptakteure. Zugleich warnte er vor einer neuen Qualität sicherheitsrelevanter Risiken durch Künstliche Intelligenz (KI). Nach seinen Worten laufen im Staatsschutz derzeit so viele Maßnahmen gegen ausländische Einfluss- und Spionageoperationen wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.

McCallum führte aus, Russland sei die treibende Kraft bei hybriden Kampagnen, die von Cyberangriffen über Sabotageversuche bis zu Einfluss- und Desinformationsoperationen reichen. Iran verfolge zunehmend ambitioniertere Ziele und erweitere sein Operationsspektrum in Europa, darunter auch im Vereinigten Königreich. Diese Einschätzungen sind Bewertungen des MI5; konkrete Einzelfälle und laufende Ermittlungen kommentierte die Behörde nicht im Detail.

Besondere Aufmerksamkeit widmete McCallum der Technologiekomponente. KI, so seine Darstellung, könne staatliche und nichtstaatliche Akteure zugleich „aufschalten“: Sie beschleunige Propaganda, erleichtere Aufklärung und Zielauswahl und eröffne neue Angriffsmethoden. Als längerfristiges Risiko nannte er die Möglichkeit, dass KI die Entwicklung oder Modifikation biologischer Agenzien erleichtern könnte, sollten technische Sicherungen und Regulierung versagen. Es handelt sich dabei um eine Warnung, nicht um die Beschreibung bereits festgestellter Fälle.

Als Reaktion richtet der MI5 das AI Threat Assessment Centre ein. Die neue Einheit soll Analysen zu KI-bezogenen Bedrohungen bündeln und eng mit dem Auslandsgeheimdienst MI6, dem britischen Abhördienst GCHQ und dem staatlichen AI Safety Institute zusammenarbeiten. Organisatorische Details und Personalstärken nannte McCallum nicht. Die Grundsatzrede erfolgte in Thames House, dem Hauptsitz des MI5.

Die politische Einordnung bleibt dem Regierungs- und Parlamentsprozess vorbehalten. Aus Sicht der Sicherheitsbehörden deutet die Lageeinschätzung jedoch darauf hin, dass Ressourcen stärker auf staatliche Gegner, kritische Infrastrukturen und die Schnittstelle von Technologie und Spionage ausgerichtet werden. Für die Öffentlichkeit betonte McCallum die Notwendigkeit robuster Schutzmechanismen in der Technologieentwicklung sowie abgestimmter Maßnahmen mit Verbündeten. Medienberichte und die veröffentlichte Fassung der Ansprache stützen die genannten Bewertungen; Zahlenangaben zu konkreten Operationen und erfolgreiche Störmaßnahmen blieben aus Gründen der Vertraulichkeit allgemein gehalten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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