Gesundheit

Britische Regierung übernimmt neue künstliche Intelligenz-Regeln für das Gesundheitswesen

Am 6. Oktober 2026 hat die britische Regierung die Empfehlungen der National Commission zur Regulierung von KI im Gesundheitswesen angenommen und einen Umsetzungsrahmen angekündigt.

Die britische Regierung hat am 6. Oktober 2026 die Empfehlungen der National Commission into the Regulation of AI in Healthcare übernommen und Maßnahmen für ein neues Regelwerk zu KI-Anwendungen im Gesundheitswesen angekündigt. Laut Regierungsantwort werden alle 44 Vorschläge der Kommission akzeptiert. Vorgesehen ist eine engere Koordinierung von Regulierungsbehörden, Gesundheitsdiensten und Forschungseinrichtungen über alle Landesteile des Vereinigten Königreichs hinweg.

Kern der bereits am 10. September 2026 vorgelegten Empfehlungen ist die Anpassung des Medizinprodukterechts an die Besonderheiten von Software und KI. Die Kommission schlägt verbindliche Pflichten für Hersteller und Anbieter, einheitliche Klassifizierungsregeln für KI-gestützte Medizinprodukte sowie eine verstärkte Überwachung nach dem Inverkehrbringen (post-market surveillance) vor. Die Regierung beauftragt die Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA), gemeinsam mit dem Department of Health and Social Care (DHSC) und den Gesundheitsministerien in Schottland, Wales und Nordirland, technische Vorgaben und Umsetzungsfristen zu erarbeiten.

Als Partner nennt die Regierung unter anderem die MHRA (Zulassung und Überwachung von Medizinprodukten), NHS England (Organisation und Betrieb des englischen Gesundheitsdienstes), das National Institute for Health and Care Excellence (NICE; Bewertung und Leitlinien) sowie die Care Quality Commission (CQC) als Aufsichtsbehörde. Ziel ist es, Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten und zugleich verlässliche Innovationspfade für Entwickler zu erhalten.

Bereits laufende Initiativen sollen einbezogen und ausgebaut werden. So betreibt die MHRA seit 2024 das Programm AI Airlock als regulatorische Sandbox. Das DHSC finanziert Pilotprojekte, um regulatorische Verfahren mit Evidenz aus der Praxis zu hinterlegen. Diese Erfahrungen flossen laut Regierung in die Arbeit der Kommission ein.

Folgen und offene Punkte bleiben: Eine Neuzuordnung von Softwareklassen kann spürbare Compliance-Kosten für Anbieter verursachen und verlangt zugleich zusätzliche technische Kapazitäten bei den Behörden. Für Beschäftigte im NHS und in Pflegeeinrichtungen stellt sich die Frage nach Schulung, Haftungsregeln und Datenzugang. Die Regierung kündigt detaillierte Leitlinien und einen Umsetzungsplan an; konkrete Fristen sind im am 6. Oktober 2026 veröffentlichten Papier noch nicht in allen Punkten festgelegt.

Tatsachen beruhen auf den am 10. September 2026 publizierten Empfehlungen der National Commission und der Regierungsantwort vom 6. Oktober 2026. Zuschreibungen sind den genannten amtlichen Dokumenten entnommen. Aussagen zu möglichen wirtschaftlichen oder klinischen Auswirkungen werden als Szenarien dargestellt, nicht als gesicherte Vorhersagen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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