Aktuell

Buckingham Palace widerspricht scharf Spencers Vorwürfen zu Charles’ Reaktion 1997

Nach Auszügen aus dem neuen Buch von Charles Spencer, wonach König Charles III. 1997 „überschwänglich“ geklungen habe, veröffentlicht der Buckingham Palace am 17. September 2026 eine ungewöhnlich deutliche Zurückweisung.

Der Buckingham Palace hat am 17. September 2026 Behauptungen im neuen Erinnerungsbuch von Charles Spencer, 9. Earl Spencer, klar zurückgewiesen. In vorab gedruckten Auszügen, unter anderem in der Daily Mail, schildert Spencer, sein damaliger Schwager König Charles III. habe in einem Telefonat in der Nacht nach dem Tod von Diana, Princess of Wales, „giddily elated – like a lottery winner“ geklungen. Zudem wird ihm der Satz zugeschrieben: „Rest assured, we’ll forget her soon enough.“

Der Palast stellte die Zuverlässigkeit dieser Schilderungen in einer schriftlichen Stellungnahme in Frage. Erinnerungen unter dem Eindruck von Trauer könnten trügen, hieß es sinngemäß; konkrete wörtliche Gegenbelege legte die Hofseite jedoch nicht vor. Dass der Buckingham Palace öffentlich und in dieser Klarheit reagiert, ist bemerkenswert, da das Haus sonst Erinnerungsbüchern selten ausführlich entgegentritt. Mehrere britische Medien veröffentlichten die Reaktion am 16. und 17. September.

Die umstrittenen Passagen stammen aus „Swan Song: Diana, My Sister“. Auszüge erschienen am 17. September 2026. Spencer, der Bruder der 1997 tödlich verunglückten Diana, zeichnet in dem Buch seine persönliche Sicht auf die Tage und Wochen nach dem Unfall nach. Er hatte in der Vergangenheit wiederholt Kritik an Teilen der königlichen Familie und ihrem Umgang mit Diana geäußert. Medien berichten zudem über Hinweise, dass vorab Exemplare des noch nicht vollständig veröffentlichten Buchs unbefugt in Umlauf gekommen sein könnten; unabhängig bestätigte Details dazu lagen zunächst nicht vor.

Fest steht: Der Tod Dianas am 31. August 1997 löste im Vereinigten Königreich und international eine beispiellose Welle der Trauer aus. Der Ablauf von Trauerfeier und Trauerzug wurde seitdem vielfach dokumentiert, die Rolle der königlichen Familie und ihrer Kommunikation ist Gegenstand anhaltender Debatten. Neu ist nun der Konflikt zwischen zwei einflussreichen persönlichen Erinnerungsnarrativen: dem des Bruders der Verstorbenen und dem impliziten Selbstverständnis des heutigen Monarchen, vertreten durch den Palast.

Offen bleibt, ob weitere Kapitel des Buchs neue, belastbar belegte Angaben zu damaligen Vorgängen enthalten. Der Buckingham Palace hält an der Linie fest, dass individuelle Erinnerungen irren können, liefert aber keine detaillierte Chronik der von Spencer geschilderten Telefonate. Für eine abschließende Bewertung sind nachprüfbare Zeitzeugnisse, Archivmaterial und das vollständige Manuskript maßgeblich. Bis dahin bleibt der Streit um Deutungshoheit vor allem eine Auseinandersetzung über die Glaubwürdigkeit konkurrierender persönlicher Erinnerungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk