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West Midlands halbiert Zahl der Schussabgaben binnen sechs Jahren

Im Zuständigkeitsbereich der West Midlands Police sind registrierte Schussabgaben seit 2020 auf zuletzt 77 Fälle im Jahr 2025 gesunken. Die Polizei führt das auf gezielte Ermittlungen und mehr Waffensicherstellungen zurück.

Im Gebiet der West Midlands Police ist die Zahl registrierter Schussabgaben in den vergangenen sechs Jahren deutlich gesunken. Nach neuen Auswertungen, die am 15. Oktober 2026 veröffentlicht wurden, wurden im Kalenderjahr 2025 insgesamt 77 Fälle gezählt, gegenüber 157 im Jahr 2020. Die Behörde spricht damit von einer mehr als halbierten Fallzahl. Die aktuelle Einordnung stützt sich auf Behördenangaben und übereinstimmende Medienberichte.

Die West Midlands Police, zuständig unter anderem für Birmingham, Wolverhampton, Coventry und das Black Country, führt den Rückgang vor allem auf operative Maßnahmen zurück. Genannt werden die Neuordnung von Ermittlungsstrukturen, der Ausbau spezialisierter Einheiten sowie vermehrte Einsätze zur Aufspürung und Beschlagnahme von Waffen. Zudem verzeichnete die Polizei in den letzten Jahren mehr Sicherstellungen. Diese Zuschreibungen stammen von der Behörde; eine unabhängige Wirkungsanalyse liegt nicht vor.

Für den nationalen Kontext verweisen amtliche Statistiken des Innenministeriums für England und Wales auf eine andere, getrennt zu betrachtende Messgröße: die Einsätze bewaffneter Polizeikräfte. Im Jahr bis 31. März 2026 entfielen die meisten solcher Einsätze auf die Metropolitan Police in London; die West Midlands rangieren ebenfalls im oberen Feld. Das steht nicht im Widerspruch zur lokalen Entwicklung bei tatsächlich abgefeuerten Schüssen, verweist aber auf unterschiedliche Indikatoren.

Wesentlich ist die Unterscheidung: Schussabgaben (discharges) erfassen registrierte Fälle, in denen eine Schusswaffe abgefeuert wurde. Einsätze bewaffneter Kräfte (police firearms operations) messen hingegen die Häufigkeit, mit der spezialisierte Einheiten ausrücken – unabhängig davon, ob Schüsse fallen. Aussagen über Trends müssen daher die jeweilige Bezugsgröße nennen.

Für die Gemeinden in den West Midlands bedeutet der Rückgang potenziell weniger lebensbedrohliche Gewalt und eine Entlastung der Ermittlungsressourcen. Zugleich bleibt die Region im Vergleich zu anderen Ballungsräumen stark gefordert, nicht zuletzt wegen des weiterhin hohen Aufkommens an Einsätzen bewaffneter Kräfte. Ob der Trend zu weniger Schussabgaben anhält, ist offen. Fachleute verweisen auf den fortgesetzten Druck gegen Waffenlieferketten, konsequente Strafverfolgung und Prävention als Voraussetzungen dafür, dass die Entwicklung verstetigt werden kann. Verlässliche längerfristige Prognosen liegen derzeit nicht vor und werden entsprechend nicht getroffen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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