Ein am 18. August 2026 veröffentlichter Bericht von Screen Daily erklärt, warum globale Unterhaltungsmarken wie „Spider-Man“, „Star Wars“ und „Ted Lasso“ weiterhin im Vereinigten Königreich drehen: attraktive Steuervergünstigungen, gewachsene Studiokapazitäten und eine hoch spezialisierte Crew-Infrastruktur bilden den Kern des Standortvorteils. Zudem begünstigen Kostendruck und Zurückhaltung bei Content-Budgets in den USA die Verlagerung internationaler Drehs.
Zentral sind die verlässlichen britischen Steuergutschriften für Film- und hochwertige Serienproduktionen. Diese Steuervergünstigungen senken die effektiven Herstellungskosten spürbar und werden von Studios wie Streamern bei Standortentscheidungen regelmäßig eingepreist. Die Planungssicherheit der Regelwerke und die Anwendbarkeit auf große Franchises schaffen dabei einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen europäischen und nordamerikanischen Standorten.
Parallel hat die Infrastruktur deutlich zugelegt. Die Pinewood Studios und weitere Standorte in England haben ihre Bühnen- und Backlot-Kapazitäten in den vergangenen Jahren erweitert, sodass parallel mehrere Großprojekte abgewickelt werden können. Für die Postproduktion steht ein dichtes Netz an Effekte-, Ton- und Bildbearbeitungsdienstleistern bereit, was Wege verkürzt und Risiken mindert.
Ein weiterer Faktor ist das verfügbare Fachpersonal. Kameraleute, Beleuchter, Setbauer und VFX-Spezialisten mit internationaler Erfahrung sind in ausreichender Zahl vorhanden. Das British Film Institute verweist in Branchenanalysen seit Jahren auf die Bedeutung dieses Talentpools für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts – von der Ausbildung bis zur kontinuierlichen Projektpraxis auf Weltmarktniveau.
Auch die Nachfrage wird aktiv gestützt. VisitBritain hat 2026 eine globale Kampagne zum Screen-Tourism gestartet, die Drehorte und Serienwelten systematisch vermarktet. Ziel ist es, die positiven Spillover-Effekte großer Produktionen – von Hotel- und Gastronomieumsätzen bis zur regionalen Wertschöpfung – sichtbarer zu machen und den Kreislauf aus Produktion, Publikum und Tourismus zu stärken.
Branchenangaben zufolge lagen die Gesamtausgaben für Film- und High-End-TV-Produktionen im Vereinigten Königreich 2025 im Milliardenbereich, was die wirtschaftliche Bedeutung des Sektors unterstreicht. Allerdings bleibt das Umfeld volatil: Wechselkurse, globale Konsolidierung im Streaming, Kapazitätsengpässe und steuerpolitische Änderungen können die Standortvorteile rasch relativieren. Zudem werben konkurrierende Länder mit eigenen Anreizprogrammen und neuen Studioflächen um dieselben Projekte.
Der Befund von Screen Daily fällt dennoch eindeutig aus: Solange die politischen und fiskalischen Rahmenbedingungen stabil bleiben und die Infrastruktur Schritt hält, bleibt das Vereinigte Königreich ein bevorzugter Drehort für Blockbuster und Prestigefernsehen – und damit für Marken wie „Spider-Man“, „Star Wars“ und „Ted Lasso“ eine naheliegende Wahl.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).