Das Aneurin Bevan University Health Board prüft den Umgang mit Angehörigen auf der Kinderstation des Grange University Hospital in Cwmbran, nachdem eine junge Mutter berichtet hat, ihr sei eine warme Mahlzeit verweigert worden, weil sie nicht stille. BBC News machte den Fall am 29. Oktober 2026 publik; ITV News hatte zuvor darüber berichtet. Die Frau, Sophie Price, hatte nach eigenen Angaben fünf Tage zuvor in derselben Klinik entbunden und begleitete ihr neugeborenes Kind auf der Kinderstation.
Price schildert, ihr sei wiederholt gesagt worden, sie gelte auf der Kinderstation nicht als Patientin und habe daher keinen Anspruch auf eine Mahlzeit; diese würden dort nur stillenden Müttern bereitgestellt. Sie habe sich in der Zeit nach der Geburt erschöpft und schmerzgeplagt gefühlt und dennoch Verpflegung selbst organisieren müssen. Ihre Darstellung bezieht sich auf Vorgänge auf der Kinderstation und unterscheidet sich damit von der Praxis auf Entbindungsstationen, wo Mutter und Kind als Patienten gelten und Mütter unabhängig vom Ernährungsmodus verpflegt werden.
Das Aneurin Bevan University Health Board teilte mit, man sei betrübt über die geschilderte Erfahrung und untersuche den Fall. Nach Angaben der Behörde gilt auf Kinderstationen grundsätzlich nur das Kind als Patient. Um das Stillen zu unterstützen, gebe es jedoch lokale Regelungen, wonach stillende Mütter auf Kinderstationen mit Mahlzeiten versorgt würden. Für Familien, die nicht in die Kantine gelangen könnten, bestünden zudem Angebote wie grundlegende Nahrungsmittel, vergünstigte Mahlzeiten über Gutscheine sowie individuelle Unterstützung in Härtefällen; Anfragen würden einzelfallbezogen und unter Berücksichtigung der familiären Umstände entschieden.
Der Fall reiht sich in eine breitere Debatte über die Unterstützung von Eltern kranker Kinder im Krankenhaus ein. Wohlfahrtsorganisationen und Elterninitiativen berichten seit Längerem von Versorgungslücken bei der Verpflegung von Angehörigen, die über längere Zeit am Bett ihrer Kinder bleiben. Kampagnen wie „Parents to be fed“ fordern, dass Krankenhäuser Mahlzeiten für begleitende Eltern unabhängig vom Stillstatus sicherstellen, um finanzielle und organisatorische Belastungen zu mindern. Einheitliche Änderungen der Praxis müssten jedoch von den zuständigen Gesundheitsdiensten – in Wales also im Rahmen von NHS Wales – beschlossen und umgesetzt werden.
Einordnung der Aussagen: Die Schilderungen von Sophie Price sind eine persönliche Darstellung. Die Prüfung durch das Aneurin Bevan University Health Board ist bestätigt. Mögliche Folgen könnten eine Anpassung lokaler Verpflegungsregeln oder eine breitere Überprüfung von Standards für Angehörige auf Kinderstationen sein. Ergebnisse der laufenden Untersuchung liegen noch nicht vor.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).