Wissenschaft & Technik

Veterinary Medicines Directorate: Tierverbrauch für Qualitätskontrollen von Tierimpfstoffen auf Zehnjahrestief

Ein Bericht der Veterinary Medicines Directorate vom 24. September 2026 zeigt, dass die durchschnittliche Zahl der für die Freigabe einer Impfstoffcharge eingesetzten Tiere von 29 (2013) auf 17 (2024) gesunken ist; der Anteil der…

Kurzmeldung

Die Veterinary Medicines Directorate (VMD) hat am 24. September 2026 einen Bericht veröffentlicht, der einen deutlichen Rückgang des Tierverbrauchs in der Qualitätskontrolle von Tierimpfstoffen dokumentiert. Demnach verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Tiere, die zur Freigabe einer einzelnen Impfstoffcharge eingesetzt werden, von 29 im Jahr 2013 auf 17 im Jahr 2024 – ein Rückgang um 41 Prozent. Parallel fiel der Anteil der auf dem Markt freigegebenen Impfstoffe, für die überhaupt noch Tierversuche im Rahmen der Chargenfreigabe erforderlich sind, von 74 Prozent (2013) auf 34 Prozent (2024).

Die VMD nennt als wesentliche Faktoren die Abschaffung des routinemäßigen Target Animal Batch Safety Test im Jahr 2013 sowie wissenschaftliche Fortschritte und die Validierung nicht-tierischer Alternativmethoden. Durch angepasste Prüfanforderungen und die zunehmende Nutzung von Ersatzverfahren sei trotz einer gestiegenen Zahl freigegebener Impfstoffchargen insgesamt der Tierverbrauch um rund 29 Prozent zurückgegangen. Die Behörde betont ausdrücklich, dass durch diese Veränderungen die Qualitäts-, Sicherheits- und Wirksamkeitsstandards der Impfstoffe nicht beeinträchtigt würden.

Der Bericht benennt zugleich Einschränkungen: Für bestimmte Vakzintypen, etwa einige clostridiale Impfstoffe und Fischvakzine, bestehen nach wie vor wissenschaftlich-technische Hürden, die vollständige Ersatzmethoden erschweren. Die VMD beschreibt laufende Kooperationen mit Herstellern, Prüflaboren und internationalen Aufsichtsbehörden, um Validierungen weiter voranzubringen und die Einführung schadensminimierender Alternativen zu beschleunigen.

Die Veröffentlichung steht im Zusammenhang mit der 2025 vorgelegten Regierungsstrategie Replacing Animals in Science, die die Entwicklung, Validierung und Einführung alternativer Prüfmethoden fördert und die 3R-Prinzipien (Replacement, Reduction, Refinement) als Leitlinie nennt. Für Tierärztinnen und Tierärzte sowie Tierhalterinnen und Tierhalter bleibt zentral, dass Impfprogramme auf belastbaren Qualitäts- und Sicherheitsdaten beruhen; der aktuelle VMD-Bericht liefert dafür konkrete Kennzahlen und skizziert die nächsten Schritte hin zu weiterer Reduktion von Tierversuchen in der Qualitätskontrolle.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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