Politik

Vereinigtes Königreich und Kasachstan beraten engere Parlamentskooperation in Astana

Kasachstans Vizeaußenminister Arman Issetov traf am 23. September 2026 eine Delegation der British Group of the Inter-Parliamentary Union unter Leitung des Abgeordneten Tan Dhesi in Astana.

Kasachstans stellvertretender Außenminister Arman Issetov hat am 23. September 2026 in Astana eine Delegation der British Group of the Inter-Parliamentary Union unter Leitung des Labour-Abgeordneten Tan Dhesi empfangen. Nach Angaben des Außenministeriums der Republik Kasachstan stand die Vertiefung des parlamentarischen Austauschs mit dem Vereinigten Königreich im Mittelpunkt sowie die praktische Umsetzung des Strategic Partnership and Cooperation Agreement, das beide Seiten zuletzt vorangetrieben haben.

Die kasachische Seite betonte laut Mitteilung den Wert direkter Kontakte zwischen den Parlamenten für politische Verständigung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Konkrete Beschlüsse, rechtlich bindende Vereinbarungen oder Zeitpläne wurden nicht veröffentlicht. Aus kasachischer Sicht sollen die interparlamentären Formate Reformprozesse begleiten und Investitionsbeziehungen stützen. Die Delegation aus dem Vereinigten Königreich umfasste Abgeordnete beider Kammern des britischen Parlaments.

Der Besuch reiht sich in eine Serie von Begegnungen zwischen London und Astana im laufenden Jahr ein. Bereits im Februar 2026 hatten sich zentralasiatische Außenminister und britische Regierungsvertreter in London im Rahmen des Dialogformats Central Asia plus United Kingdom ausgetauscht. Zudem wurden im Frühjahr weitere Kooperationsfelder identifiziert. Die nun in Astana geführten Gespräche richten sich laut Beteiligten darauf, parlamentarische Kontakte systematischer zu nutzen, etwa für Informationsaustausch in Ausschüssen, die Begleitung von Regierungsabkommen und die Anbahnung von Wirtschaftsprojekten.

Für das Vereinigte Königreich eröffnet ein ausgebauter Parlamentskanal zusätzliche Anknüpfungspunkte in Wirtschaftsbereichen, in denen britische Unternehmen und Institutionen bereits aktiv sind oder dies anstreben, darunter Energie, Rohstoffe und Infrastrukturpolitik. Für Kasachstan ist der Dialog ein Instrument, internationale Unterstützung für Governance- und Rechtsstaatsreformen zu werben und die Rahmenbedingungen für Investitionen zu erläutern. Diese Einschätzungen sind als Einordnung zu verstehen; belastbare wirtschaftliche Effekte hängen von künftigen Beschlüssen der Regierungen und Parlamente sowie konkreten Projekten ab.

Die Darstellung der Gespräche basiert auf einer Mitteilung des Außenministeriums der Republik Kasachstan sowie übereinstimmenden Berichten kasachischer Staatsmedien vom 23. September 2026. Unabhängige Details zu internen Beratungsständen im Parlament des Vereinigten Königreichs oder im Parlament Kasachstans wurden nicht genannt. Ein aktueller britischer Regierungs- oder Parlamentsbeschluss zu neuen Abkommen lag bis Redaktionsschluss nicht vor.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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