Umwelt

Umweltbehörde genehmigt Drought Permit für Ardingly Reservoir in Sussex

Die Environment Agency hat am 2. Oktober 2026 South East Water ein befristetes Drought Permit erteilt, um den Wasserstand im Ardingly Reservoir zu stabilisieren und die öffentliche Versorgung in Sussex zu sichern.

Die Environment Agency hat am 2. Oktober 2026 ein Drought Permit für das Ardingly Reservoir in England genehmigt. Der Bescheid erlaubt South East Water für bis zu sechs Monate, die Auslassmenge aus dem Speicher in den Shell Brook deutlich zu senken. Nach Angaben der Behörde und des Unternehmens sollen die täglichen Kompensationsabflüsse von bisher 4.000 m³ auf 1.000 m³ reduziert werden; zugleich werden die Mindestabflüsse am Pegel Barcombe Mills am River Ouse angepasst. Ziel ist es, den Wasserstand im Reservoir zu stützen und die öffentliche Versorgung in Teilen von West Sussex zu sichern.

South East Water beziffert die Zahl der betroffenen Anschlüsse in der Region auf rund 280.000. Der Versorger hatte den Antrag Ende August gestellt. Im September fand ein formelles Anhörungsverfahren statt, in dem lokale Interessenvertreter und Anwohner Einwände und Hinweise vorbrachten. Die Environment Agency erklärt, sie werde die Einhaltung der Nebenbestimmungen überwachen und hydrologische sowie ökologische Auswirkungen fortlaufend prüfen.

Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltend trockener Witterungsphasen in Südostengland. Niedrige Zuflüsse seit dem Sommer und eine nur langsam einsetzende Grundwasserneubildung haben die Vorräte unter Druck gesetzt. Nach Einschätzung der Behörde handelt es sich beim Drought Permit um ein befristetes technisches Instrument, das kurzfristig Flexibilität schafft. Es ersetzt nicht strukturelle Maßnahmen wie Netzinvestitionen, die schnellere Reparatur von Leckagen, zusätzliche Speicher- und Aufbereitungsressourcen oder Programme zur Verbrauchsreduzierung. Diese Einordnung wird von South East Water geteilt.

Umweltverbände und Anwohner äußern derweil Sorgen, dass geringere Kompensationsabflüsse Abschnitte des River Ouse belasten könnten. Die Behörde verweist auf Auflagen zum Monitoring von Fischbestand, Wasserqualität und Fließgeschwindigkeit sowie auf die Verpflichtung, Maßnahmen anzupassen, falls ökologisch nachteilige Effekte festgestellt werden.

Für die weitere Entwicklung bleibt der Niederschlagsverlauf im Herbst und Winter 2026/27 entscheidend. Die Environment Agency und South East Water wollen regelmäßig über Wasserstand, Abflussmengen und Versorgungsstatus berichten. Beide Institutionen betonen, dass die Genehmigung zeitlich begrenzt ist und bei veränderten hydrologischen Bedingungen überprüft werden kann.

Die Entscheidung und ihre Parameter sind in der öffentlichen Mitteilung der Environment Agency dokumentiert; ergänzende Angaben zu Versorgungsgebieten und Kundenreichweite stammen von South East Water.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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