Im Seegebiet südwestlich des Eddystone-Leuchtturms vor Plymouth läuft seit Freitagabend eine großangelegte Suche nach einem gemeldeten Notfall auf See. Nach Angaben der britischen Küstenwache wurden fünf Menschen an Bord eines Bootes gemeldet; zwei von ihnen werden weiterhin vermisst. Die Suche wurde über Nacht und am Samstagmorgen fortgesetzt.
Koordiniert wird der Einsatz von der Maritime and Coastguard Agency und HM Coastguard. Eingesetzt sind ein Such- und Rettungsflugzeug, ein Hubschrauber sowie Boote der Royal National Lifeboat Institution aus Plymouth und Falmouth. Auch zivile Schiffe beteiligen sich an der Suche; dazu zählen nach Behördenangaben Schiffe aus dem Vereinigten Königreich und aus Frankreich. Konkrete Angaben zum Bootstyp, zum Zustand des Fahrzeugs und zur Identität der Betroffenen liegen bislang nicht vor.
Die BBC und Sky News berichten übereinstimmend unter Berufung auf die Küstenwache, dass der Notruf am Freitagabend einging und unmittelbar darauf die Suche im Ärmelkanal anlief. Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu den exakten Koordinaten über die allgemeine Lage südwestlich des Eddystone-Leuchtturms hinaus. Wetter- und Strömungsverhältnisse im Kanal können wechselhaft sein; Suchmuster und eingesetzte Mittel werden deshalb fortlaufend an Sicht, Seegang und Driftprognosen angepasst.
Offene Punkte betreffen die Ursache des Notfalls und den weiteren Zustand des Bootes. Ob technische Probleme, ein Unfall oder andere Faktoren den Alarm auslösten, ist unklar. Sollte sichergestellt werden, um welches Fahrzeug es sich handelt und wer an Bord war, dürften Ermittlungen zu Hergang und Verantwortlichkeiten folgen. Vordringlich bleibt jedoch die Ortung der Vermissten.
Einsätze dieser Art erfordern im dicht befahrenen Seegebiet des Ärmelkanals regelmäßig die enge Zusammenarbeit staatlicher Stellen mit der zivilen Schifffahrt. Kapitäninnen und Kapitäne sind nach internationalem Seerecht verpflichtet, in der Nähe befindlichen Menschen in Seenot Hilfe zu leisten. Die Royal National Lifeboat Institution unterhält entlang der Südküste Englands zahlreiche Freiwilligenstationen, deren Boote routiniert in der Suche auf See und in der Küstennähe zusammenwirken.
Die Küstenwache kündigte an, die Öffentlichkeit zu informieren, sobald gesicherte neue Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin bleibt der Einsatzstand: fünf gemeldete Personen an Bord, zwei noch vermisst, die Suche geht weiter.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).