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Studie: Lungenentwicklung von Londoner Kindern erholte sich nach Einführung der Ultra Low Emission Zone

Neue Analysen der CHILL-Studie zeigen: Nach Einführung der Ultra Low Emission Zone holte die Lungenkapazität von Londoner Grundschulkindern zu Gleichaltrigen in weniger belasteten Gebieten auf. Der Befund wurde am 18. August 2026 berichtet.

Neue Auswertungen der CHILL-Studie, die am 18. August 2026 bekannt wurden, zeigen eine messbare Erholung der Lungenentwicklung bei Londoner Grundschulkindern nach Einführung der Ultra Low Emission Zone. Demnach glichen sich zuvor beobachtete Rückstände im Lungenwachstum an die Werte von Kindern in weniger belasteten Gebieten an. Der aktuelle Nachrichtenanlass sind die nun vorliegenden Analysen der prospektiven Kohorte, die gezielt die Auswirkungen der verkehrsbedingten Luftreinhaltung auf die Atemwegsentwicklung prüfen.

Die CHILL-Studie (Children’s Health in London and Luton) vergleicht parallel Kinder in London (Interventionsgebiet) mit einer Kohorte in Luton (Vergleichsregion). Über mehrere Jahre wurden wiederholte Messungen der Lungenfunktion erhoben; primärer Endpunkt ist das nach Bronchodilatation gemessene forcierte Einsekundenvolumen (FEV1). Nach Einführung der Maßnahmen in London näherten sich die FEV1-Werte der Kinder im Interventionsgebiet denen der Vergleichsgruppe an.

Der Hintergrund ist gut belegt: Verkehrsemissionen können das Lungenwachstum im Kindesalter bremsen. Die Ultra Low Emission Zone beschränkt besonders stark emittierende Fahrzeuge und zielt auf eine Reduktion von Stickstoffdioxid und Feinstaubfraktionen wie PM2.5. Die CHILL-Analysen verknüpfen Wohnortdaten, modellierte Expositionen und wiederholte individuelle Lungenfunktionsmessungen, um gesundheitliche Effekte der geringeren Belastung abzubilden.

Methodisch wichtig ist die Kontrolle potenzieller Störfaktoren. Die Auswertungen berücksichtigen u. a. Alter, Geschlecht, Körpergröße, Asthmadiagnosen und Indikatoren des sozioökonomischen Status; Luton dient als Referenzregion, um zeitgleiche Trends und strukturelle Unterschiede abzuschätzen. Vollständig ausschließen lassen sich nicht alle Einflüsse, etwa Heizquellen in Haushalten oder Straßenlärm. An der wissenschaftlichen Arbeit beteiligt sind mehrere Einrichtungen, darunter King’s College London.

Zugeschriebene Aussagen: Forschende und Berichte charakterisierten die Resultate als „überraschend“ und „ermutigend“, weil eine anfängliche Delle im Lungenwachstum offenbar reversibel war. Zugleich betonen die Autorinnen und Autoren, dass sich aus den aktuellen Daten keine belastbaren Aussagen über langfristige Risiken wie chronische Atemwegserkrankungen ableiten lassen; dafür sind weitere Nachbeobachtungen erforderlich.

Folgen und Ausblick: Für London stützt der Befund den gesundheitspolitischen Ansatz, verkehrsbedingte Emissionen zu senken. Er dürfte Debatten in anderen Städten mit ähnlichen Problemen prägen. Erste Teilergebnisse wurden zudem in Form eines Abstracts für den ERS-Kongress zusammengefasst. Weitere, detaillierte peer-reviewte Publikationen sind angekündigt; sie sollen die Größenordnung der Effekte und die Rolle einzelner Schadstoffe präziser quantifizieren.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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