In Tilloy-les-Mofflaines im französischen Pas-de-Calais sind am 2. Oktober 2026 sechs schottische Soldaten des Ersten Weltkriegs mit militärischen Ehren beigesetzt worden. Zwei Gefallene konnten nach Funden von 2023 identifiziert werden, vier bleiben unbekannt. Angehörige sowie Vertreter des britischen Verteidigungsministeriums und der Commonwealth War Graves Commission nahmen an der Zeremonie teil.
Die Organisation lag beim Joint Casualty and Compassionate Centre, den War Detectives des britischen Verteidigungsministeriums. Es koordiniert archäologische, genealogische und genetische Recherchen, um historische militärische Verluste zuzuordnen und Angehörige zu informieren. Die Commonwealth War Graves Commission übernimmt die dauerhafte Pflege der Gräber.
Identifiziert wurden Private George Fleming Brock und Private Percy Todd, beide dem 11. Bataillon der Argyll and Sutherland Highlanders zugeordnet. Nach offiziellen Angaben fiel Brock am 28. März 1918 während der deutschen Frühjahrsoffensive; er war 19 Jahre alt. Todd kam am 5. April 1918 ums Leben. Beide waren 1917 verwundet worden und kehrten später an die Front zurück.
Die sterblichen Überreste der sechs Soldaten waren 2023 bei archäologischen Arbeiten geborgen worden. Untersucher fanden unter anderem Abzeichen, die auf die Argyll and Sutherland Highlanders und die Gordon Highlanders hinweisen. DNA-Vergleiche bestätigten die Identitäten von Brock und Todd; für die übrigen vier Toten reichte die Beweislage nicht aus. Sie wurden als unbekannte Soldaten beigesetzt, mit der Möglichkeit späterer Zuordnung, falls neue Hinweise oder familiäre DNA-Proben verfügbar werden.
Zugeschriebene Aussagen der beteiligten Stellen betonen die Bedeutung moderner forensischer Methoden für die Klärung historischer Kriegsschicksale. Der Vorgang verdeutlicht zugleich die Rolle staatlicher und gemeinnütziger Institutionen in der Erinnerungskultur sowie bei der Benachrichtigung von Familien. Ähnliche Beisetzungen finden seit Jahren regelmäßig statt, wenn bei Bau- oder Grabungsarbeiten an der ehemaligen Westfront weitere Gefallene entdeckt werden.
Der aktuelle Anlass ist die Beisetzung in Tilloy-les-Mofflaines. Die Gefallenen starben 1918; ihre Überreste wurden 2023 geborgen und 2026 bestattet. Das Verteidigungsministerium und die Commonwealth War Graves Commission verweisen darauf, dass Identifizierungsprozesse Zeit benötigen und oft erst durch die Zusammenarbeit von Archäologen, Historikern und Verwandten zu Ergebnissen führen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).