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Schottland schränkt Werbung und Platzierung ungesunder Lebensmittel im Handel ein

Seit 1. Oktober 2026 gelten in Schottland neue Vorgaben: Große Geschäfte dürfen ausgewählte Produkte mit hohem Gehalt an Fett, Zucker oder Salz nicht mehr an Eingängen, Kassen und Gangenden hervorheben; bestimmte Mehrkaufangebote sind untersagt.

Seit dem 1. Oktober 2026 gelten in Schottland neue Regeln zur Verkaufsförderung von Lebensmitteln mit hohem Gehalt an Fett, Zucker oder Salz. Die Food (Promotion and Placement) (Scotland) Regulations 2025 untersagen in qualifizierten Geschäften die prominente Platzierung ausgewählter vorverpackter Produkte an Eingängen, Kassen und Gangenden sowie bestimmte volumen- und mengenbezogene Werbeaktionen. Die Vorschriften gelten auch für Online‑Angebote.

Die schottische Regierung begründet den Schritt mit Zielen der öffentlichen Gesundheit: Weniger Impulskäufe sollen zu einer geringeren Aufnahme stark zucker‑, fett‑ oder salzhaltiger Produkte führen. In der amtlichen Umsetzungshinweise wird erläutert, dass unter die Beschränkungen unter anderem zuckerhaltige Getränke, Süßwaren, Kekse und bestimmte Frühstücksflocken fallen, sofern sie die festgelegten Nährstoffkriterien erfüllen. Ausdrücklich ausgenommen bleiben derzeit gängige Paketangebote wie das Meal Deal; die Regierung behält sich vor, weitere Preisförderungen zu prüfen, ohne darüber bereits zu entscheiden.

Betroffen sind größere Handelsunternehmen; sehr kleine Läden unterliegen verschiedenen Ausnahmen. Detailfragen zur Auslegung, etwa bei komplexen Ladenlayouts, in Food Halls oder bei der Flächenberechnung, adressiert die Implementation Guidance. Für digitale Verkaufsflächen gelten parallele Regeln zur Platzierung und Bewerbung.

Einzelhandelsverbände verweisen auf Umstellungskosten und den Aufwand, bestehende Regal- und Werbeflächen anzupassen. Die Behörden sagen Beratungsangebote und eine begleitende Aufklärung zu. Public Health Scotland hebt hervor, dass internationale Bewertungen einen messbaren Einfluss von auffälliger Platzierung und Mehrkaufangeboten auf spontane Kaufentscheidungen nahelegen; die tatsächlichen Effekte in Schottland sollen in den kommenden Jahren evaluiert werden.

Rechtlich fußen die Änderungen auf einer im Jahr 2025 erlassenen Verordnung der Regierung in Edinburgh. Das neue Regime ergänzt bereits bestehende Initiativen zur Förderung gesünderer Ernährung. In England und Wales gelten ebenfalls Beschränkungen für stark beworbene Produkte; die dortigen Detailregeln unterscheiden sich jedoch in einzelnen Punkten von der schottischen Ausgestaltung.

Die Einführung unmittelbar zum 1. Oktober 2026 stellt den verbindlichen Starttermin für Handel und Plattformen dar. BBC News hatte im Vorfeld auf sichtbare Veränderungen in Supermärkten hingewiesen, etwa das Ende auffälliger Produktpräsentationen an Gangenden. Die Regierung betont, dass die Einhaltung der Regeln Teil eines breiteren Ansatzes ist, der auf langfristige Verbesserungen von Ernährungsverhalten und Gesundheitsindikatoren im Land abzielt.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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