Umwelt

Royal Horticultural Society rät in England vom Blumenkohlanbau ab

Die Royal Horticultural Society empfiehlt am 12. September 2026 Gärtnerinnen und Gärtnern in England, durstige Kohlgewächse wie Blumenkohl nach einem Extrem­sommer zugunsten dürreverträglicher Kulturen zu meiden.

Die Royal Horticultural Society (RHS) hat am 12. September 2026 Gärtnerinnen und Gärtner in England aufgerufen, den Anbau von Blumenkohl und anderen Kohlgewächsen nach einem Sommer mit Hitzewellen und Dürre kritisch zu prüfen. Nach Angaben der Gesellschaft reagieren kopfbildende Arten besonders empfindlich auf lang anhaltende Wärme und unregelmäßige Wasserversorgung, was vermehrt zu Qualitätsverlusten und Ernteausfällen geführt habe.

Die RHS stützt ihre Empfehlung auf Rückmeldungen aus eigenen Gärten, eine laufende Erhebung zu Extremhitze sowie Beobachtungen von Gartenfachleuten. Demnach benötigen Blumenkohl und verwandte Kulturen stabile Feuchte und eher kühle Bedingungen für eine zuverlässige Kopfentwicklung; Hitzeperioden begünstigen verkrüppelte oder lockere Köpfe und vorzeitiges Schossen. Die Gesellschaft betont, es handle sich um eine standortbezogene Orientierung, kein Verbot: In kühleren Lagen, auf feuchten Standorten oder bei gesicherter Bewässerung können Kohlgewächse weiter gelingen.

Als praktische Konsequenz empfiehlt die RHS, Anbaupläne anzupassen, konsequent zu mulchen und Wasser gezielt und sparsam auszubringen. Wo dies nicht möglich ist, rät sie zum Umstieg auf Kulturen mit geringerem Wasserbedarf. In mehreren RHS-Gärten seien in diesem Sommer wärmeliebende Arten wie Tomaten, Chilis oder Okra robuster gewachsen, während klassische Kohlgewächse schwächelten. Welche Alternativen sinnvoll sind, hängt jedoch von Bodentyp, Mikroklima und regionalen Niederschlägen ab.

Die Hinweise ordnet die Gesellschaft in eine breitere Klimaanpassung von Gärten und öffentlichem Grün ein. Auch in Großbritannien verschieben sich Anbaurhythmen: Frühe Aussaaten geraten öfter in späte Fröste, späte Pflanzungen laufen häufiger in Hitzewellen hinein. Anpassungen wie Schattierungsnetze, Windschutz, wasserspeichernde Substrate und trockenheitsverträgliche Pflanzenauswahl gewinnen dadurch an Bedeutung. Für England hebt die RHS hervor, dass die jüngsten Sommer die Grenzen traditioneller Mischkultur mit durstigen Brassica-Arten deutlich gemacht hätten.

Für private und kommunale Gärten lautet die Empfehlung daher: Standort realistisch einschätzen, Bewässerungskapazitäten prüfen und die Pflanzenauswahl entsprechend anpassen. Die RHS stellt Leitfäden zu Aussaatzeitpunkten, Wassermanagement und Sortenwahl bereit und verweist zugleich auf die starke lokale Variabilität der Bedingungen. Der Tenor ist nüchtern: Der Blumenkohl hat es in vielen Lagen schwerer – wer ernten will, sollte die Kulturführung konsequent auf Wärme- und Trockenstress ausrichten oder auf robustere Alternativen setzen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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