Die Gewerkschaft RMT hat am 22. August 2026 neue Streiks bei East Midlands Railway angekündigt. Nach Angaben des Betreibers müssen sich Fahrgäste insbesondere am 30. August 2026 und 31. August 2026 erneut auf stark reduzierte Verbindungen einstellen; darüber hinaus sind weitere Arbeitsniederlegungen am 16. September 2026 und 17. September 2026 vorgesehen. Beide Seiten bestätigten, dass Gespräche über die strittigen Sicherheitsfragen fortgesetzt werden.
Die RMT begründet die Ausstände mit anhaltenden „Sicherheitsbedenken“ rund um die neue EMR-Fahrzeugflotte. Die Gewerkschaft verweist auf wiederholte technische Störungen beim Typ Aurora der Class 810 und fordert zusätzliche Garantien, bevor das Material vollumfänglich eingesetzt wird. Nach Darstellung der RMT beträfen die Probleme sicherheitsrelevante Systeme und hätten wiederholt dazu geführt, Züge außer Betrieb zu nehmen. Die Gewerkschaft kündigte an, den Arbeitskampf fortzusetzen, solange diese Punkte aus ihrer Sicht nicht ausgeräumt sind.
East Midlands Railway weist darauf hin, dass die betroffenen Fahrzeuge die erforderlichen Prüfungen und Zulassungen des Office of Rail and Road durchlaufen haben. Der Betreiber betont, Sicherheit habe höchste Priorität; man arbeite eng mit dem Hersteller Hitachi zusammen, um gemeldete Fehler zu identifizieren und abzustellen, und stehe in regelmäßigem Austausch mit der RMT. Für die genannten Streiktage kündigt das Unternehmen einen stark eingeschränkten Fahrplan an, einschließlich weniger Verbindungen auf zentralen Relationen nach London St Pancras International.
Im Hintergrund steht die seit Dezember 2025 in Dienst gestellte neue Flotte, die die älteren Züge im Fern- und Regionalverkehr schrittweise ersetzen soll. Während die RMT auf Störungsmeldungen und operative Einschränkungen verweist, hebt East Midlands Railway die laufenden Korrektur- und Verbesserungsprogramme hervor. Öffentliche Bestätigungen über Unfälle mit Personenschäden im Zusammenhang mit den beanstandeten Fahrzeugen liegen nicht vor.
Für die East Midlands und angrenzende Korridore bedeutet der Konflikt kurzfristig wieder Unsicherheit über das Angebot auf wichtigen Pendler- und Ferienrouten. Faktisch stehen sich ein Betreiber gegenüber, der auf regulatorische Zulassungen und technische Nacharbeiten setzt, und eine Gewerkschaft, die auf zusätzliche Sicherungsmaßnahmen drängt. Ob die in Arbeit befindlichen Abhilfeschritte die Streitpunkte zeitnah entschärfen, ist offen; die weitere Entwicklung hängt von den nächsten Gesprächsrunden und den Ergebnissen der technischen Überprüfungen ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).