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Regierung startet Ausstieg aus Kohlendioxid-Betäubung von Schweinen

Die Regierung hat am 26. Oktober 2026 eine Konsultation begonnen, um die Betäubung von Schweinen mit hochkonzentriertem Kohlendioxid zugunsten humanerer Alternativen zu beenden.

Die britische Regierung hat am 26. Oktober 2026 eine Konsultation gestartet, um die Verwendung hochkonzentrierten Kohlendioxids zur Betäubung von Schweinen schrittweise zu beenden. Ziel ist es, auf humanere Verfahren umzustellen. Die Konsultation läuft bis zum 21. Dezember 2026 und fragt nach Übergangsfristen, praktischer Umsetzbarkeit sowie Kostenfolgen für Schlachtbetriebe und Verbraucher.

Als mögliche Alternativen nennt die Mitteilung Argon und automatisierte elektrische Betäubung. Nach Regierungsangaben führen diese Verfahren vor dem Bewusstseinsverlust zu weniger Panik- und Atemreaktionen bei den Tieren. Konkrete gesetzliche Fristen für einen Ausstieg oder finanzielle Unterstützungszusagen sind noch nicht festgelegt und sollen von den Ergebnissen der Konsultation abhängen.

Der Farming Minister Daniel Zeichner erklärte, die Maßnahmen zielten darauf ab, unnötiges Leid zu verhindern und hohe Tierschutzstandards zu sichern. Die Vorsitzende des Animal Welfare Committee, Professorin Madeleine Campbell, wird mit der Einschätzung zitiert, die fortgesetzte breite Anwendung hochkonzentrierten Kohlendioxids sei ethisch nicht vertretbar, sofern praktikable und zulässige Alternativen verfügbar sind. Diese Positionen sind den jeweiligen Institutionen zuzurechnen.

Nach Regierungsangaben arbeitet das Department for Environment, Food and Rural Affairs (Defra) seit April 2024 mit Schlachtbetrieben, Geräteherstellern, Gasanbietern und Tierschutzorganisationen an Fragen der Umrüstung. Neben Tierwohlaspekten verweist die Mitteilung auf die Stärkung der Versorgungssicherheit: Eine geringere Abhängigkeit von Kohlendioxid-Lieferketten soll Risiken reduzieren, die sich in der Vergangenheit gezeigt haben.

Die Konsultation ist als politischer Vorschlag angelegt und soll evidenzbasiert Vor- und Nachteile abwägen. Sie behandelt Tierwohl, technische Machbarkeit und wirtschaftliche Folgen. Branchenverbände und Tierschutzorganisationen hatten bereits in Stellungnahmen und parlamentarischen Anfragen eine Prüfung des Ausstiegs gefordert; Stellungnahmen im Konsultationsverfahren werden nun erwartet. Ob und in welchem Zeitrahmen Rechtsänderungen folgen, ist offen und hängt von der Auswertung der Eingaben ab.

Die Pläne betreffen einen zentralen Bereich der Fleischwirtschaft. Nach bisherigen Marktangaben wird ein erheblicher Anteil der Schweine in Großbritannien derzeit mit Kohlendioxid betäubt. Ein Umstieg erfordert Investitionen in Ausrüstung, Personalqualifikation und Abläufe. Die Regierung hebt hervor, dass Rückmeldungen aus der Praxis für die Festlegung realistischer Übergangsfristen entscheidend sind. Für Verbraucherpreise und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe werden Auswirkungen geprüft, belastbare Aussagen liegen vor Abschluss der Konsultation nicht vor.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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