Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat am 23. September 2026 eine Förderausschreibung über bis zu £45 Millionen für Forschungspartnerschaften in der Regulierungswissenschaft veröffentlicht. Ziel ist es, wissenschaftliche Evidenz, Methoden und Daten schneller nutzbar zu machen, damit sichere und wirksame Arzneimittel und Medizintechnologien rascher in die Versorgung gelangen.
Die Ausschreibung richtet sich an Konsortien aus Universitäten, NHS‑Einrichtungen, Regulierungsexperten und Industriepartnern. Nach Regierungsangaben sollen Projekte gefördert werden, die Prioritäten der Regulierungswissenschaft adressieren, etwa Evidenzgenerierung in realen Versorgungssituationen, methodische Innovationen für Bewertung und Überwachung von Therapien sowie die effiziente Umsetzung von Innovationen in klinische Routinen. Die Antragsbedingungen, Kriterien und Fristen sind mit der Veröffentlichung der Förderbekanntmachung bereitgestellt worden.
Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit zentraler Einrichtungen der britischen Gesundheits- und Forschungslandschaft: die Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) und das Office for Life Sciences steuern die inhaltlichen Schwerpunkte, während das National Institute for Health and Care Research (NIHR) die Vergabeprozesse unterstützt. Damit bündelt die Regierung die regulatorische Expertise mit der Forschungsförderung und der Versorgungspraxis im NHS.
Hintergrund ist der Anspruch, das Vereinigte Königreich als führenden Standort für Lebenswissenschaften zu stärken. Dazu zählen in den vergangenen Jahren Reformen des regulatorischen Rahmens und neue Zugangswege wie der Innovative Licensing and Access Pathway. Ergänzend hat das NIHR in diesem Jahr eine gesonderte Ausschreibung zur Erweiterung der Biomedizinischen Forschungszentren im Umfang von rund £600 Millionen geöffnet. Zusammen sollen diese Programme Forschung, Erprobung und Einführung neuer Verfahren systematisch verzahnen.
Welche Vorhaben am Ende gefördert werden, hängt von der Qualität der Konsortien und der erwarteten Wirkung auf Patientensicherheit, Versorgungseffizienz und Evidenzbasis ab. Die Regierung betont, dass messbare Verbesserungen und eine enge Zusammenarbeit über Sektoren hinweg Voraussetzung für den Zuschlag sind. Branchenmedien verweisen darauf, dass die Gesamtfördersumme mehrere Projekte umfassen dürfte. Über die Auswahl wird nach den veröffentlichten Kriterien entschieden; die Ergebnisse werden nach Abschluss des Verfahrens bekannt gegeben.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).