Kurzmeldung
Die britische Regierung hat am 22. September 2026 eine offene Förderausschreibung zur Einrichtung von vier Centres of Excellence for Regulatory Science and Innovation (CERSI) veröffentlicht. Für die Zentren stehen insgesamt 20 Millionen Pfund zur Verfügung; die Förderung ist auf zunächst drei Jahre mit der Option einer Verlängerung auf bis zu fünf Jahre angelegt. Träger der Maßnahme sind die Medicines and Healthcare products Regulatory Agency, der Medical Research Council und das Office for Life Sciences; koordiniert wird die Ausschreibung über UK Research and Innovation.
Ziel ist es, Kapazitäten in der Regulierungswissenschaft aufzubauen, damit Zulassungs‑ und Aufsichtsverfahren mit dem Tempo neuer Technologien in den Bereichen Arzneimittel, Medizinprodukte und digitale Gesundheit Schritt halten. Erwartet werden assoziierte Partnerschaften zwischen Hochschulen, Behörden, Industrie und zivilgesellschaftlichen Akteuren; die Wettbewerbsunterlagen legen die Auswahlkriterien, thematischen Schwerpunkte und die regionale Verteilung der vier Standorte fest. Pro thematischem Schwerpunkt soll nur ein Zentrum finanziert werden, damit sich bundesweit klar abgegrenzte Kompetenzen entwickeln.
Die Ausschreibung baut auf bereits laufenden Pilotaktivitäten auf, die seit 2024/2025 erste CERSI‑Strukturen geschaffen haben. Gemäß den veröffentlichten Dokumenten sind messbare Erfolgsindikatoren vorgesehen, darunter schnellere, zugleich sichere Bewertungswege für Innovationen, verbesserte Evidenzgrundlagen für Regulierer und stärkere Kenntnisse‑ und Personalentwicklung in regulatorischen Verfahren.
Für interessierte Antragsteller ist ein Webinar für den 13. Oktober 2026 angekündigt; formale Einreichungsfristen, Förderbedingungen und Bewertungsmaßstäbe sind in den offiziellen Unterlagen auf UK Research and Innovation und GOV.UK aufgeführt. Politisch und ökonomisch wird die Wirkung der Förderung wesentlich davon abhängen, welche Regionen und Institutionen die vier Standorte stellen und wie die neuen Zentren mit bestehenden Kapazitäten in England, Schottland, Wales und Nordirland verzahnt werden.
Die Maßnahme hat nationale Relevanz für die Regulierung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und digitalen Gesundheitslösungen: Sie zielt darauf ab, wissenschaftliche Befunde schneller und sicher in die Versorgung zu überführen und die regulatorische Infrastruktur des Vereinigten Königreichs zu stärken.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).