Aktuell

Regierung rät zu Drei-Tage-Vorrat: Start der Be-Ready-Kampagne

Die britische Regierung hat am 22. Oktober 2026 die Kampagne Be Ready gestartet und empfiehlt Haushalten, Vorräte für drei Tage anzulegen, um bei Störungen der Versorgung handlungsfähig zu bleiben.

Die britische Regierung hat am 22. Oktober 2026 die nationale Informationskampagne Be Ready gestartet. Sie ruft Haushalte auf, sich auf kurzzeitige Störungen der Versorgung vorzubereiten und schrittweise einen Vorrat für drei Tage anzulegen – darunter Trinkwasser, nicht verderbliche Lebensmittel sowie einfache Hilfsmittel wie Taschenlampen und Batterien oder mobile Stromspeicher. Ziel ist es, in Wetterextremen, bei Cyberstörungen, Unterbrechungen von Lieferketten oder anderen Alltagskrisen eigenständig überbrücken zu können und Einsatzkräfte zu entlasten.

Die zentrale Empfehlung lautet, bei jedem Einkauf behutsam etwas zusätzlich zu beschaffen, um Hamsterkäufe zu vermeiden. Als Richtwert nennt die Regierung drei Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Ergänzend verweist sie auf eine Checkliste mit Grundbedarf, darunter Beleuchtungs- und Radiofunktionen ohne Netzstrom sowie regelmäßig benötigte Medikamente. Die Hinweise sind auf GOV.UK gebündelt und werden vom Cabinet Office koordiniert. Behörden, Wohlfahrtsorganisationen und Kommunen sind in die Ansprache einbezogen; die Verbreitung erfolgt über klassische und digitale Kanäle im Rahmen einer auf drei Jahre angelegten Kampagne.

Unmittelbar nach dem Start bewerteten Medien und Verbände die Initiative unterschiedlich. Handelsverbände berichteten von knappem zeitlichen Vorlauf für den Einzelhandel, Regierungsvertreter widersprachen und betonten den vorsorglichen Charakter der Maßnahme. Aus Regierungskreisen heißt es, die Öffentlichkeit solle wachsam, aber nicht beunruhigt sein. Aus der Opposition und von zivilgesellschaftlichen Akteuren kamen Nachfragen zur konkreten Zielgruppe, zu barrierefreien Informationsangeboten und zur Einbindung vulnerabler Haushalte.

Die Regierung verweist in diesem Zusammenhang auf bestehende Unterstützungsinstrumente wie das Priority Services Register der Versorger für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Fachleute sehen in der Drei-Tage-Empfehlung einen pragmatischen Mindeststandard, der mit Praxisleitfäden anderer europäischer Länder vergleichbar ist. Bei breiter Resonanz könnten Händler vorübergehend eine erhöhte Nachfrage nach länger haltbaren Produkten verzeichnen; die Empfehlung zur schrittweisen Bevorratung soll Lieferketten dabei stabil halten.

Politisch dürfte die Kampagne Debatten über den Umgang mit hybriden Bedrohungen und die Rollenverteilung zwischen individueller Vorsorge und staatlicher Daseinsvorsorge vertiefen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher steht zunächst die praktische Umsetzbarkeit im Vordergrund: ein realistisch dimensionierter Vorrat für drei Tage, ergänzt um einfache Hilfsmittel, die auch bei Strom- oder Kommunikationsausfällen funktionieren – und regelmäßige Prüfung des Bestands, damit er im Ernstfall nutzbar ist.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk