Kurzmeldung
Am 22. September 2026 hat das Department for Environment, Food and Rural Affairs (Defra) in England das zweite Antragsfenster des Programms Sustainable Farming Incentive geöffnet. Die Regierung nennt ein Budget von insgesamt 233 Millionen Pfund; darin sind eine im August angekündigte Aufstockung um 50 Millionen Pfund sowie etwa 3 Millionen Pfund enthalten, die im ersten Antragsfenster nicht abgerufen wurden. Anspruchsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe und Flächeneigentümer in England mit mindestens drei Hektar landwirtschaftlicher Fläche.
Nach Angaben der Rural Payments Agency gingen im ersten Antragsfenster rund 7.000 Bewerbungen ein; circa 3.100 Vereinbarungen seien bis zum 1. September 2026 in Kraft getreten, und erste Zahlungen hätten bereits Betriebe erreicht. Die veröffentlichten Zahlen stammen aus einer Begleitstatistik, deren Datenstand das Defra mit dem 18. September 2026 angibt. Defra betont, dass das Angebot SFI stärker auf praktikable Maßnahmen konzentriere und Landwirtinnen und Landwirten Planungssicherheit für die kommenden Monate geben solle, insbesondere für Betriebe, deren bestehende Environmental Land Management‑Vereinbarungen bis Ende Februar 2027 auslaufen.
Kernziel des Programms ist es laut Regierung, die inländische Nahrungsmittelproduktion zu stützen und gleichzeitig Flächen widerstandsfähiger gegenüber Dürre, Erosion und anderen klimabedingten Risiken zu machen. Vergütet werden nachprüfbare Praktiken wie bodenschonende Bewirtschaftung, biodiversitätsfördernde Fruchtfolgen, wassersparende Verfahren und Maßnahmen zur Anpassung an Klimarisiken. Die National Farmers’ Union begrüßte die zusätzlichen Mittel, forderte jedoch verlässliche Zusagen zur längerfristigen Finanzierung, damit Betriebe Investitionen und Fruchtfolgen mit ausreichendem Vorlauf planen können.
Offen bleibt, wie hoch die Teilnahmequote im zweiten Fenster ausfällt und in welchem Umfang die Mittel die erwarteten Wirkungen erzielen. Entscheidend dafür sind die zügige Bearbeitung der Anträge, klare Auszahlungsfristen und eine transparente Kommunikation der Voraussetzungen für Vereinbarungen. Die veröffentlichten Angaben betreffen ausschließlich England; Schottland, Wales und Nordirland regeln ihre Förderangebote eigenständig.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).