Wirtschaft

Regierung gibt Bank of England neues Ziel für Stablecoins und Zahlungsinnovation

London kündigt am 27. August 2026 an, der Bank of England ein gesetzliches Nebenziel zur Förderung von Innovation in Zahlungssystemen und bei Stablecoins zu geben. Die Finanzstabilität bleibt vorrangig.

Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat am 27. August 2026 angekündigt, der Bank of England ein neues sekundäres gesetzliches Ziel zuzuweisen: die Förderung von Innovation in Zahlungssystemen und bei digitalen Geldformen wie Stablecoins. Das Finanzministerium (HM Treasury) betonte, die Sicherung der Finanzstabilität bleibe das vorrangige Mandat der Zentralbank. Der Schritt soll den Regulierungsrahmen für neuartige Zahlungsformen präzisieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes London stützen.

Nach Angaben des HM Treasury erfordert das neue Ziel eine Gesetzesänderung. Die Regierung verwies darauf, dass bestehende Aufsichtsarbeiten fortgeführt werden und die Bank of England sowie die Financial Conduct Authority bereits seit 2025 an einem Regime für sterling-denominierte systemische Stablecoins arbeiten. Die Bank of England legte im Juni 2026 eine Policy-Position und Entwürfe für Regeln vor, die unter anderem Anforderungen an Sicherheiten, Governance und Abwicklungsmechanismen adressieren. Parallel bereitet die Financial Conduct Authority Vorgaben für Emittenten und Dienstleister vor, um Verbraucherschutz und Marktintegrität zu gewährleisten.

Aus Regierungskreisen hieß es, das zusätzliche Ziel solle der Zentralbank mehr Klarheit geben, wie sie bei der Ausgestaltung von Regulierung und Marktinfrastruktur innovationsfreundliche Lösungen prüfen kann. Dazu zählen etwa Fragen des Zugangs systemischer Emittenten zu Zahlungsinfrastrukturen, Liquiditätsfazilitäten oder gegebenenfalls Einlagenmechanismen, sofern dies mit dem Primat der Finanzstabilität vereinbar ist. Zugleich verwies das HM Treasury auf Risiken durch operative Störungen, unzureichende Sicherheitenkonzepte und potenzielle Ansteckungseffekte, die durch ein kohärentes Aufsichtsregime begrenzt werden müssten.

Zugeschriebene Aussagen: Die City Ministerin Tulip Siddiq erklärte, die Finanzstabilität habe Vorrang; das neue Ziel solle Innovationen erleichtern, ohne die Resilienz des Systems zu unterminieren. Kritische Stimmen warnen hingegen vor möglichen Zielkonflikten zwischen Stabilität und Förderung von Innovation sowie vor dem Eindruck politischer Einflussnahme auf zentrale Aufgaben der Bank of England. Die Regierung hält dagegen, dass ein klar abgegrenztes Nebenziel die Prioritäten ordnet und Transparenz über Abwägungen schafft.

Offene Punkte und Ausblick: Die präzise gesetzliche Formulierung, der Zeitplan für das Parlament und die Grenzen des Mandats waren zum Zeitpunkt der Ankündigung noch nicht veröffentlicht. Ebenfalls offen bleibt, wie internationale Abstimmungen mit Aufsichtsbehörden in der Europäischen Union und den USA die Umsetzung beeinflussen. Klar ist: Mit der Erklärung vom 27. August 2026 setzt die Regierung einen politischen Impuls zur Integration systemischer Stablecoins in das britische Finanzsystem; Reichweite und Wirkung hängen von der konkreten Gesetzgebung und der Ausgestaltung durch Bank of England und Financial Conduct Authority ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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