Kultur

Regierung finanziert Notgrabung am Bronzezeit-Ort Flag Fen mit 700.000 Pfund

Defra und Historic England sichern 700.000 Pfund für eine dringende Ausgrabung am Fundplatz Flag Fen bei Peterborough. Die Mitteilung erschien am 13. September 2026, ein Minister besuchte die Stätte am 10. September.

Die britische Regierung und Historic England stellen 700.000 Pfund für eine dringende Ausgrabung am bronzezeitlichen Fundplatz Flag Fen bei Peterborough bereit. Die Ankündigung wurde am 13. September 2026 veröffentlicht; Stephen Morgan, Minister im Department for Environment, Food and Rural Affairs (Department for Environment, Food and Rural Affairs, Defra), hatte die Stätte am 10. September besucht. Ziel ist es, archäologische Reste zu dokumentieren, die durch fallende Grundwasserstände und austrocknende Torfe akut gefährdet sind.

Flag Fen gilt als einzigartiger Feuchtbodenfundplatz mit rund 3.500 Jahre alten, im Moor konservierten Hölzern und weiteren organischen Funden. Historic England führt das Areal seit 2012 im Heritage at Risk Register. In der aktuellen Mitteilung wird gewarnt, ohne rasches Handeln könnten bedeutende wassererhaltende Schichten unwiederbringlich verloren gehen. Die nun bewilligten Mittel ermöglichen eine zeitlich begrenzte Grabungskampagne, die Erfassung des Zustands der Wasserhaltungszonen und die Sicherung belastbarer Datensätze für künftige Erhaltungsstrategien.

Die Finanzierung erfolgt über Programme des Department for Environment, Food and Rural Affairs in Partnerschaft mit Historic England. Nach Angaben der Beteiligten sollen die Arbeiten von fachlichen Partnern begleitet und um Angebote für Freiwillige und Studierende ergänzt werden. Neben der Bergung und Dokumentation gefährdeter Hölzer sind Monitoring, Probenserien und konservatorische Bewertungen vorgesehen, um Prioritäten für den längerfristigen Substanzerhalt abzuleiten.

Der Eingriff ist ausdrücklich als Not- und Dokumentationsmaßnahme konzipiert. Eine dauerhafte hydraulische Lösung, etwa durch langfristige Wiedervernässung oder großskalige Pumptechnik, ist mit der jetzigen Finanzierung nicht abgedeckt. Fachleute verweisen darauf, dass hydrologische Veränderungen im Feuchtgebiet den Kern des Risikos bilden und kontinuierliche Beobachtung sowie weitere Finanzierungszusagen erfordern.

Die Ausgrabung an Flag Fen hat überregionale Bedeutung: Sie betrifft eines der prominentesten Feuchtbodenensembles in England und kann neue Einsichten in bronzezeitliche Verkehrswege, Holzarchitektur und Ritualpraktiken liefern. Die beteiligten Institutionen betonen, Ergebnisse transparent zu veröffentlichen und zugleich so zu arbeiten, dass die Substanz der Fundschichten nicht zusätzlich gefährdet wird. Mit der gezielten Förderung unterstreicht das Vereinigte Königreich den Anspruch, gefährdete Kulturgüter nicht nur zu schützen, sondern wissenschaftlich nutzbar zu machen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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