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Regierung entschuldigt sich und finanziert neues Prüfungsfach Ukrainisch

Die britische Regierung entschuldigte sich bei ukrainischen Schulkindern dafür, dass sie in England teilweise zum Russischunterricht gedrängt wurden, und kündigte an, ein neues Prüfungsfach Ukrainisch zu finanzieren.

Kurzmeldung

Die britische Regierung hat sich am 4. November 2026 bei ukrainischen Kindern entschuldigt, die nach der russischen Invasion Schutz im Vereinigten Königreich suchten und in englischen Schulen vereinzelt zum Fach Russisch geraten worden waren. Die Entschuldigung sprach die Ministerin für Schulstandards, Georgia Gould, bei einem Besuch an der St Mary’s Ukrainian School in London aus. Zugleich kündigte das Department for Education an, die Entwicklung eines regulären Prüfungsfachs Ukrainisch zu fördern, das vergleichbar mit bestehenden Abschlüssen für 16‑Jährige sein soll.

Die Prüfungsorganisation AQA wurde vom Ministerium gebeten, die Lehrpläne und Prüfungsformate auszuarbeiten; Ofqual wird in den Entwicklungsprozess eingebunden, um Standards und Vergleichbarkeit sicherzustellen. Nach Angaben der Regierung ist mit einer Konzeptions- und Entwicklungsphase zu rechnen: Unterrichtsbeginn an Schulen wird vorsorglich für das Schuljahr 2028/29 angepeilt, die ersten Prüfungen wären dann im Sommer 2029 möglich. Für die Vorbereitungsphase nannte die Regierung einen Förderbetrag im mittleren sechsstelligen Bereich; Medienberichte sprechen von rund 340.000 Pfund für die Konzeptions- und Koordinationsarbeiten.

Hintergrund der Entscheidung sind seit 2024 wiederkehrende Hinweise ukrainischer Familien, zivilgesellschaftlicher Einrichtungen und der ukrainischen Regierung, dass das bislang fehlende offizielle Angebot zur Zertifizierung der ukrainischen Sprache dazu geführt habe, dass Lehrkräfte Kindern das Fach Russisch empfahlen. Betroffene Schülerinnen und Schüler beschrieben dies als verletzend und als falsche Erwartung angesichts ihrer Herkunftssprache.

Das neue Prüfungsfach soll allen Lernenden offenstehen, adressiert aber ausdrücklich die Bedürfnisse ukrainischer Heranwachsender, damit ihre Muttersprache formal anerkannt wird und Bildungswege bis zur Hochschulzugangsreife nicht behindert werden. Beteiligte Stellen betonten, Schulen behielten die pädagogische Freiheit bei der Fächerwahl, gleichzeitig werde mit dem Angebot der bisher entstandene Druck, auf Russisch auszuweichen, aufgehoben. Die Maßnahme wird als Teil breiterer Bildungskooperationen mit der Ukraine dargestellt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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