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Regierung des Vereinigten Königreichs stellt bis zu £71 Mio. für Neustart der Wolframgrube Hemerdon in Devon bereit

Die staatliche National Wealth Fund Ltd. kündigte am 25. August 2026 eine Beteiligung und Kreditlinie über insgesamt bis zu £71 Millionen für Tungsten West Plc an, um die Wiederaufnahme der Produktion in der Hemerdon‑Mine…

Die Regierung des Vereinigten Königreichs unterstützt den Neustart der Hemerdon‑Mine bei Plymouth (Grafschaft Devon) mit einer Finanzierungszusage von bis zu £71 Millionen. Das gaben die National Wealth Fund Ltd. (NWF) und das Bergbauunternehmen Tungsten West Plc am 25. August 2026 bekannt. Das Paket umfasst eine Eigenkapitalbeteiligung von £36,0 Millionen durch die Zeichnung von 100 Millionen neuen Aktien zu 36 Pence sowie eine Kreditfazilität von bis zu £25,0 Millionen mit einer optionalen Erweiterung um weitere £10,0 Millionen. Die Mittel ergänzen die bestehende Projektfinanzierung für die Wiederinbetriebnahme des Standorts Hemerdon (auch Drakelands) in Südwestengland.

Nach Angaben der Unternehmen erhält der Staat für eine befristete Verhandlungsphase das Recht, einen Abnahmevertrag (offtake agreement) über bis zu 50 Prozent der in der Machbarkeitsstudie 2025 prognostizierten Wolframproduktion abzuschließen. Zudem kann die NWF einen Non‑Executive Director nominieren und zunächst einen Beobachterposten im Board von Tungsten West besetzen. Tungsten West nennt als vorrangige Verwendungszwecke die Fertigstellung von Baumaßnahmen, die Inbetriebnahme der Aufbereitungsanlage und die Rückzahlung eines kurzfristigen Brückendarlehens.

Tungsten West erklärte, im Juli 2026 erste Wolfram‑ und Zinnkonzentrate produziert zu haben und im ersten Quartal 2027 die volle Kapazität anzustreben. Die NWF spricht von erwarteten rund 350 direkten Arbeitsplätzen in der Ausbauphase am Standort. Diese Angaben stammen aus einer regulatorischen Mitteilung von Tungsten West an der Londoner Börse (RNS) und einer begleitenden Pressemitteilung der NWF, beide datiert auf den 25. August 2026.

Wolfram ist ein kritischer Rohstoff für Verteidigung, Luft‑ und Raumfahrt, Energie‑ sowie Hochtechnologiebranchen; das Vereinigte Königreich ist bisher weitgehend importabhängig. In den Mitteilungen betonen Regierungsvertreter die sicherheits‑ und industriepolitische Relevanz des Projekts. John Healey, Verteidigungsminister, wird mit der Aussage zitiert, die Investition stärke Industrie und Sicherheit Großbritanniens. Zugleich weisen die Beteiligten darauf hin, dass die endgültige Ausgestaltung eines möglichen Abnahmevertrags, die längerfristige Wirtschaftlichkeit angesichts volatiler Rohstoffpreise und Detailauflagen des Genehmigungsrahmens vor Ort in den kommenden Wochen weiter konkretisiert werden sollen.

Der Vorgang betrifft in erster Linie Devon und Plymouth, hat jedoch über die Region hinaus Bedeutung, weil eine heimische Versorgung mit Wolfram die Resilienz britischer Lieferketten erhöhen könnte. Die Hemerdon‑Lagerstätte zählt zu den größten bekannten Wolframvorkommen Europas; der geplante Neustart folgt auf frühere, wirtschaftlich bedingte Betriebspausen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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