Wirtschaft

Raucheranteil 2025 im Vereinigten Königreich sinkt auf 9,8 Prozent

Die Office for National Statistics meldet für 2025 einen historischen Tiefstand beim Zigarettenrauchen; erstmals nutzen mehr Erwachsene E‑Zigaretten als Zigaretten.

Die Office for National Statistics (ONS) hat am 6. Oktober 2026 die Statistik "Adult smoking habits in the UK: 2025" veröffentlicht. Demnach rauchten 2025 im Vereinigten Königreich rund 4,9 Millionen Menschen ab 18 Jahren Zigaretten, was 9,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung entspricht. Damit liegt die Raucherquote erstmals unter zehn Prozent.

Die ONS stützt sich für die Messung des Zigarettenkonsums auf die Annual Population Survey. Ergänzende Angaben zur Nutzung von nikotinhaltigen Verdampfern liefert die Opinions and Lifestyle Survey. Die Behörde weist auf methodische Besonderheiten hin, etwa unterschiedliche Stichprobendesigns und Frageformulierungen, die Trends im Mehrjahresvergleich beeinflussen können. Diese Hinweise sind für die Einordnung kleiner Jahresveränderungen relevant, ändern aber nichts am festgestellten Abwärtstrend beim Zigarettenrauchen.

Parallel zum Rückgang des konventionellen Rauchens verzeichnet die ONS einen weiteren Anstieg der Nutzung von E‑Zigaretten. Für 2025 gaben etwa 5,4 Millionen Erwachsene an, E‑Zigaretten täglich oder gelegentlich zu verwenden. Damit lag die Zahl der Nutzer von E‑Zigaretten erstmals knapp über der der Zigarettenraucher. Nach Altersgruppen und Landesteilen zeigen sich deutliche Unterschiede: Die Prävalenzen variieren zwischen England, Schottland, Wales und Nordirland, wobei jüngere Erwachsenenjahrgänge überdurchschnittlich häufig Verdampfer nutzen.

Gesundheitspolitisch unterstreichen die Ergebnisse einen langfristigen Strukturwandel im Konsum nikotinhaltiger Produkte. Der anhaltende Rückgang des Zigarettenrauchens dürfte – bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen – zu niedrigeren krankheitsbedingten Belastungen führen. Zugleich rückt die Regulierung von E‑Zigaretten stärker in den Fokus, insbesondere Fragen des Jugendschutzes, der Produktstandards und der Schadensminderung. Politische Zielsetzungen wie das in England verfolgte "smoke‑free by 2030" werden durch die aktuellen Zahlen neu vermessen, bleiben aber abhängig von künftigen Maßnahmen zur Prävention und von Markttrends.

Die Veröffentlichung liefert damit eine konsolidierte Ausgangsbasis für Debatten über Prävention, Regulierung und Gesundheitsprogramme im Vereinigten Königreich. Prognosen über langfristige gesundheitliche Folgen bleiben vorsichtig zu interpretieren: Sie hängen von Konsumtrends, Produktinnovationen und der Wirksamkeit gesetzlicher Eingriffe ab, die sich in den kommenden Jahren weiter verändern können.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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