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RAIB: Spurfehler vor Entgleisung bei Lewes nachweisbar – Betreiber entschuldigen sich

Die Rail Accident Investigation Branch meldet eine vor dem Unfall sichtbare Gleisgeometrie‑Abweichung nahe Lewes in East Sussex. 30 Menschen wurden verletzt; Network Rail und Govia Thameslink Railway haben sich entschuldigt. Die Ursachenanalyse läuft.

Die britische Rail Accident Investigation Branch (RAIB) hat in einer am 19. August 2026 veröffentlichten Mitteilung festgestellt, dass vor der Zugentgleisung nahe Lewes in East Sussex eine Abweichung der Gleisgeometrie auf Kameraaufnahmen zu erkennen war. Der Zwischenbefund bezieht sich auf Videobilder von Zügen, die den Abschnitt am 13. August vor dem Unfall passierten. Bei der Entgleisung wurden nach bisherigen Angaben 30 Menschen verletzt. Network Rail und der Betreiber Govia Thameslink Railway, der die Marke Southern führt, entschuldigten sich für die Störung und die Folgen für Fahrgäste.

Der Zwischenfall ereignete sich nördlich von Lewes auf der East Coastway line, zwischen Lewes und Cooksbridge. Mehrere Wagen des Personenzugs sprangen aus dem Gleis, einige kippten zur Seite. Einsatzkräfte brachten Verletzte in Krankenhäuser und sicherten die Unfallstelle. Die British Transport Police leitete parallel zum RAIB-Verfahren eigene Ermittlungen ein und unterstützte die Absperrung des Abschnitts.

Nach Angaben der RAIB deutet der sichtbare Spurfehler auf eine vorbestehende Unregelmäßigkeit unmittelbar vor dem späteren Entgleisungsort hin. Welche Faktoren im Zusammenspiel zum Unfall führten, ist offen. Untersucht werden unter anderem der genaue Entgleisungsmechanismus, Zustand und Inspektionshistorie des Gleises, die Anwendung und Wirksamkeit hitzebedingter Vorsorgemaßnahmen sowie betriebliche Entscheidungen am Unfalltag. Die RAIB arbeitet dazu mit der Regulierungsbehörde Office of Rail and Road und der British Transport Police zusammen.

Als möglicher Kontext wird geprüft, inwiefern die hohen Außentemperaturen am Unfalltag eine Rolle spielten. Stahlschienen können sich bei Hitze ausdehnen und bei unzureichenden Reserven Verwerfungen bilden. Ob dies hier ursächlich oder mitursächlich war, müssen Auswertungen von Messdaten, Videoaufnahmen sowie Befunde an Unterbau und Befestigungen der Strecke zeigen. Abschließende Bewertungen und konkrete Sicherheits­empfehlungen kündigt die RAIB für einen späteren Bericht an.

Betrieblich bleibt der betroffene Abschnitt der East Coastway line für Bergung, Begutachtung und Reparatur zeitweise gesperrt. Network Rail organisiert die Instandsetzung; Govia Thameslink Railway und Southern setzen auf Schienenersatzverkehre und Umleitungen. Wann der Regelverkehr vollständig zurückkehrt, hängt vom Fortschritt der Sicherungs‑ und Wiederherstellungsarbeiten ab. Klar ist bereits, dass die Untersuchungsergebnisse Konsequenzen für Inspektionsintervalle, Verfahren zur Erfassung der Gleisgeometrie und den Umgang mit Hitzewellen im Bahnbetrieb haben können.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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