Aktuell

Primark kündigt Hauslieferung in Großbritannien an

Associated British Foods kündigte am 10. September 2026 an, dass Primark erstmals Hauslieferungen in Großbritannien einführen will – als Teil der Vorbereitung auf die geplante Abspaltung von ABF.

Associated British Foods (ABF) hat am 10. September 2026 mitgeteilt, dass die Textilkette Primark erstmals Hauslieferungen in Großbritannien einführen will. Ein konkreter Starttermin wurde nicht genannt. Der Schritt erfolgt im Zuge der Vorbereitung einer Abspaltung von Primark vom Restkonzern, die ABF für 2027 anvisiert.

Die Ankündigung markiert einen Kurswechsel: Primark hatte Heimzustellungen bislang mit Verweis auf die niedrigen Preise und die damit verbundenen Versand- und Verpackungskosten vermieden. In Großbritannien setzt die Kette seit einiger Zeit auf Click and Collect und verweist auf Fortschritte bei der digitalen Leistungsfähigkeit. Nach Darstellung von ABF soll der Ausbau der Onlinekanäle schrittweise und profitabel erfolgen.

Zur aktuellen Geschäftslage erklärte ABF, das Marktumfeld in Europa bleibe anspruchsvoll. Kundinnen und Kunden hätten jedoch positiv auf jüngste Preissenkungen reagiert. Die Hauslieferung ist damit Teil einer breiteren Strategie, Preiswahrnehmung und Reichweite zu stärken und Marktanteile gegen wachsenden Onlinewettbewerb zu verteidigen.

Operativ bedeutet die Öffnung für Heimzustellungen Veränderungen in Logistik und Bestandsmanagement. Branchenweit verlangt der wirtschaftliche Betrieb von Hauslieferungen hohe Prozessautomatisierung, verdichtete Kommissionierung und verlässliche Zustellkapazitäten. Primark hatte bislang vor allem auf das Filialnetz als Vertriebs- und Abholbasis gesetzt; mit der geplanten Erweiterung des Modells entstehen zusätzliche Fix- und Stückkosten, denen potenziell höhere Warenkörbe und zusätzliche Kundensegmente gegenüberstehen.

Für Investoren ist die Mitteilung ein Signal, dass Primark vor der geplanten Abspaltung seine Ertragsquellen diversifizieren und die eigene Unabhängigkeit strategisch vorbereiten will. ABF stellte die Maßnahme in den Kontext der laufenden Strukturüberprüfung und verwies auf die Bedeutung eines skalierbaren Omnichannel-Ansatzes für das künftige Wachstum.

Offen bleiben zentrale Details: ABF machte keine Angaben zum genauen Zeitplan, zum Umfang des Angebots in Großbritannien, zu Gebührenmodellen oder zu erwarteten Investitionen in Logistik und Personal. Ebenso fehlen Aussagen zu möglichen regionalen Roll-outs, Servicelevels und Rückgabeprozessen. Laut ABF sollen weitere Informationen im Zuge der regulären Unternehmensmitteilungen folgen.

Fest steht: ABF hat die Absicht bestätigt, Hauslieferungen in Großbritannien einzuführen und Primark bis 2027 aus dem Konzern herauszulösen. Wie weitreichend und wie schnell Primark das neue Angebot ausrollt, bleibt Gegenstand der nächsten Berichte.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk