Aktuell

Premierminister Burnham: Sicherheitsvorkehrungen für Harry und Meghan sind Privatsache

Premierminister Andy Burnham erklärte am 20. August 2026, Fragen zur Sicherheit von Prinz Harry und Meghan, Herzogin von Sussex, bei einem möglichen längeren Aufenthalt im Vereinigten Königreich seien eine private Angelegenheit.

Premierminister Andy Burnham hat klargestellt, dass Sicherheitsvorkehrungen für Prinz Harry und Meghan, Herzogin von Sussex, eine private Angelegenheit seien. Er äußerte sich am 20. August 2026 auf Nachfrage zu Berichten über einen möglichen längeren Aufenthalt des Paares im Vereinigten Königreich. Burnham ging nicht darauf ein, ob staatliche Mittel betroffen sein könnten, und verwies laut BBC und The Guardian auf die Privatsphäre der Betroffenen.

Der unmittelbare Anlass der Nachfrage sind Medienberichte über Pläne der Sussexes, zeitweise im Vereinigten Königreich zu leben. Ob und in welchem Umfang hierfür öffentlich finanzierte Sicherheitsleistungen in Anspruch genommen würden, ließ die Regierung offen. Zuständigkeiten berühren sowohl die Polizei als auch private Sicherheitsanbieter; traditionell äußern sich weder das Home Office noch der Buckingham Palace zu konkreten Schutzarrangements einzelner Personen. Auch die Exekutive vermeidet Detailauskünfte, um operative Aspekte und individuelle Gefährdungsprofile nicht öffentlich zu machen.

Rechtlich ist die Lage seit mehreren Entscheidungen präzisiert. Im Mai 2023 scheiterte Prinz Harry vor dem High Court mit dem Versuch, eine Grundlage für privat finanzierte Polizeibegleitung zu schaffen. Im Februar 2024 wies der High Court zudem seine Klage gegen die Herabstufung seines staatlichen Personenschutzes ab; die Entscheidung des zuständigen Royal and VIP Executive Committee (RAVEC) blieb damit in Kraft. Zusammen genommen bestätigen die Urteile, dass polizeiliche Schutzleistungen nicht nach Belieben eingekauft werden können und Einstufungen durch das zuständige Gremium Bestand haben, solange sie rechtlich tragfähig sind.

Institutionell gilt: Das RAVEC legt die Schutzkategorien für Angehörige der Königsfamilie und andere exponierte Personen fest; die operative Umsetzung liegt bei den Polizeibehörden. Der königliche Haushalt trifft keine Entscheidungen über staatliche Sicherheitsstufen, und das Home Office kommentiert einzelne Fälle grundsätzlich nicht. Dieser geteilte Rahmen begrenzt politische Einflussnahme im Einzelfall und erklärt die Zurückhaltung der Regierung bei personenspezifischen Fragen.

Politisch trennt die aktuelle Praxis zwischen Mitgliedern der Königsfamilie, die offizielle Aufgaben wahrnehmen, und solchen ohne aktive Rolle. Burnhams Hinweis auf eine private Angelegenheit signalisiert, dass die Regierung keine neuen Sonderregeln ankündigt und an etablierten Verfahren festhält. Zugleich bleibt die Frage, ob in Einzelfällen staatliche Ressourcen eingesetzt werden, von erheblichem öffentlichen Interesse. Sollten künftige Entscheidungen den Einsatz öffentlicher Mittel betreffen, wären Nachvollziehbarkeit und parlamentarische Kontrolle maßgeblich. Bis dahin liegt die Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung privater Schutzmaßnahmen bei den Betroffenen und ihren Dienstleistern; weitergehende Aussagen zur Praxis machte die Regierung am 20. August nicht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk