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Nordostengland stellt Metro-Erweiterung über Leamside Line nach Washington vor

Nexus und die North East Mayoral Combined Authority haben am 1. September 2026 Pläne für eine Metro-Verlängerung über Abschnitte der Leamside Line zu Washington präsentiert. Kosten, Zeitplan und Finanzierung sind noch offen.

Am 1. September 2026 haben Nexus und die North East Mayoral Combined Authority neue Vorschläge für die Erweiterung der Tyne and Wear Metro vorgestellt. Die Option sieht vor, Teile der historischen Leamside Line von Pelaw aus zu nutzen, um Washington an das bestehende Netz anzubinden und eine zusätzliche Schienenverbindung zwischen Newcastle und Sunderland zu schaffen. In den Unterlagen werden mögliche Stationen, darunter Follingsby, Washington North und Washington South, sowie Varianten genannt, die einen Teilwiederaufbau der ehemaligen Trasse bis in die Nähe des River Wear erfordern.

Nach Angaben der Behörden zielt das Vorhaben darauf, den öffentlichen Nahverkehr im Süden der Region zu stärken, Pendlerverkehre zu entlasten und Arbeitsmärkte besser zu verknüpfen. Die Veröffentlichung markiert den Übergang in eine Phase vertiefter Voruntersuchungen und die Erarbeitung eines Outline Business Case. Konkrete Baukosten, ein belastbarer Zeitplan und die endgültige Finanzierungsstruktur liegen noch nicht vor. Geplant sind nun detaillierte technische Studien, Umweltprüfungen und formale öffentliche Konsultationen.

In der Fachdebatte wird auf mehrere offene Punkte hingewiesen. Vor einer verbindlichen Entscheidung seien robuste Nachfrageprognosen, geprüfte Kostenrahmen und Klarheit zur langfristigen Betriebsfinanzierung erforderlich. Zudem stellt sich die Frage, wie eine Nutzung von Abschnitten der Leamside Line durch die Tyne and Wear Metro mit Plänen zur möglichen Reaktivierung dieser Strecke für schweren Schienenverkehr vereinbar ist. Entscheidungen über nationale Fördermittel gelten als zeitkritisch und dürften Start und Ablauf möglicher Bauphasen wesentlich beeinflussen.

Der Raum Washington gilt seit Langem als einer der größten britischen Ballungsräume ohne direkten Schienenanschluss. Die nun präsentierten Vorschläge folgen auf Vorarbeiten der vergangenen Jahre, in denen Trassenkorridore freigehalten und technische Optionen geprüft wurden. Im Zuge der aktuellen Vorstellung betonen die Projektträger den Nutzen für verlässliche Reisezeiten, eine bessere Erreichbarkeit großer Arbeitgeber und die Verknüpfung mit bestehenden Metro-Relationen zwischen Newcastle und Sunderland.

Als nächste Schritte nennen Nexus und die North East Mayoral Combined Authority die Fertigstellung des Outline Business Case, die Beauftragung weiterer Gutachten sowie die Durchführung der Konsultationen. Ein Baubeschluss hängt von den Ergebnissen dieser Prüfungen und von Budgetentscheidungen auf regionaler und nationaler Ebene ab. Bis dahin bleibt offen, in welcher Ausbaustufe und mit welcher Priorität die vorgeschlagene Anbindung Washingtons an das Metronetz umgesetzt wird.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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