Kurzmeldung
In der Abenddämmerung und in der Nacht zum 11. Oktober 2026 wurden in mehreren Landesteilen des Vereinigten Königreichs sichtbare Nordlichter (Aurora borealis) gemeldet. Beobachtungen lagen aus Schottland und den Orkneyinseln vor; zudem gab es bestätigte Sichtungen in Mittel‑ und Nordengland sowie vereinzelte Meldungen aus dem Süden, unter anderem aus Devon und Kent. Die Ereignisse folgten auf koronale Massenauswürfe und erhöhten Sonnenwind, die das US‑Space Weather Prediction Center (SWPC/NOAA) in Warnungen für geomagnetische Aktivität eingeordnet hatte. SWPC veröffentlichte für den 10. Oktober Warnungen bis zur Kategorie G2 bis G3 (moderate bis starke geomagnetische Stürme), verbunden mit erhöhtem Kp‑Index und der Möglichkeit intensiver subauroraler Aktivität.
Das britische Met Office wies ergänzend darauf hin, dass klare Himmel, geringe Lichtverschmutzung und die lokale Bewölkung entscheidend dafür sind, ob die Aurora tatsächlich sichtbar wird. Technische Störungen im Vereinigten Königreich wurden bis Sonntagmorgen nicht in größerem Umfang gemeldet; Fachstellen betonen jedoch, dass geomagnetische Stürme dieser Stärke vorübergehend Satellitenbetrieb, Hochfrequenzfunk und Navigationssysteme beeinträchtigen können. Netzbetreiber und Betreiber kritischer Infrastrukturen beobachten solche Lagen routinemäßig, weil sich Intensität und Ausdehnung kurzfristig ändern können.
Aurora‑Beobachterinnen und Beobachter betonen, dass ein freier Blick nach Norden, eine dunkle Beobachtungsstelle und Wolkenlücken die Chancen deutlich erhöhen. Astronomische Dienste und der SWPC lieferten stundennahe Updates, die die Sichtwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von Bz‑Komponenten des interplanetaren Magnetfelds und der Sonnenwindgeschwindigkeit einschätzten. Expertinnen und Experten ordnen die Sichtungen in den breiteren Kontext von Sonnenzyklus 25 ein: In Phasen erhöhter Aktivität können Aurorazonen zeitweise deutlich nach Süden ausgedehnt auftreten, so dass Polarlichter auch in für sie sonst untypischen Breiten erscheinen.
Für interessierte Beobachterinnen und Beobachter gilt: Kurzfristige Raumwettermeldungen und lokale Wetterprognosen entscheiden oft erst in den Abendstunden, ob die Aurora sichtbar wird. Wer Fotos teilt, sollte Uhrzeit und Ort angeben, damit Sichtungen fachlich eingeordnet werden können.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).