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Nach Hitzewellen drängen Verbände auf mehr Rad- und Fußverkehr im Vereinigten Königreich

Dutzende zivilgesellschaftliche Gruppen fordern nach den jüngsten Hitzewellen ein Sofortprogramm für sichere Rad- und Gehwege. Sie verweisen auf den Verkehrssektor als größten Emittenten und kritisieren den schleppenden Fortschritt bei der Dekarbonisierung.

Dutzende zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Regierung des Vereinigten Königreichs nach den jüngsten Hitzewellen und Vegetationsbränden zu einer deutlich stärkeren Förderung von Rad- und Fußverkehr aufgefordert. In einem am 26. August veröffentlichten Aufruf drängen sie auf rasche Investitionen in sichere, durchgehende Radwege, verbreiterte Gehwege und verlässliche lokale Programme. Die extremen Temperaturen dieses Sommers seien unmittelbare, reale Ausprägungen der Klimakrise und machten die Umsteuerung im Verkehr zu einer vordringlichen Aufgabe, so die Verbände.

Zur Begründung verweisen die Gruppen auf amtliche Zahlen, wonach der Verkehrssektor seit Jahren der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen im Vereinigten Königreich ist. Das Department for Transport und das Department for Energy Security and Net Zero führen dies in ihren Statistiken aus. Das Climate Change Committee mahnt in seinem jüngsten Fortschrittsbericht, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um die Emissionen im Straßenverkehr schnell genug zu senken. Die alleinige Antriebswende reiche kurzfristig nicht, solange Verkehrsnachfrage, Wegelängen und Flächenverbrauch unverändert blieben.

Konkret verlangen die Organisationen, bestehende Radverkehrsnetze zügig zu schließen, Kreuzungen und Nebenrouten sicherer zu machen und die Planung zwischen Verkehr, Stadtentwicklung und Gesundheitswesen enger zu verzahnen. Auch fordern sie verlässliche mehrjährige Budgets, damit Kommunen Projekte ohne Unterbrechungen realisieren können. Die NGO Sustrans gehört zu den prägenden Stimmen der Debatte und verweist auf Investitionslücken im Alltagsradverkehr sowie auf Potenziale für Gesundheits- und Luftqualitätsgewinne.

Die Befürworter betonen, dass aktiver Verkehr nicht nur Emissionen und Energieabhängigkeit senken könne, sondern auch die Hitzebelastung in Städten durch weniger Autoverkehr und zusätzliche Begrünung mindere, wenn Infrastruktur entsprechend gestaltet werde. Zugleich warnen sie, ohne entschlossene Schritte drohten anhaltend hohe Verkehrsbelastungen, verfehlte Klimaziele und zunehmende Schäden durch Extremwetter. Diese Aussagen werden den Gruppen zugeschrieben; unabhängige Bewertungen stützen die Prioritätensetzung für den Verkehrssektor, ohne dabei alle vorgeschlagenen Maßnahmen im Einzelnen zu bewerten.

Aus Downing Street lag zunächst keine neue, umfassende Reaktion vor. Die Regierung des Vereinigten Königreichs verweist grundsätzlich auf bestehende Programme und auf Fortschritte bei emissionsarmen Fahrzeugen. Das Climate Change Committee fordert jedoch zusätzliche, kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Verringerung der mit dem motorisierten Individualverkehr gefahrenen Kilometer. Das Department for Transport hält dazu umfangreiche Verkehrsdaten bereit, die Planern und Kommunen als Grundlage für gezielte Eingriffe dienen können.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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