Der britische Wetterdienst Met Office stellt am 31. August 2026 eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für kurze warme Phasen im September in Aussicht. Modellläufe zeigen für einzelne Regionen Tageshöchstwerte um 25 Grad, vor allem in südlichen und zentralen Landesteilen. Die Behörde betont zugleich, dass es sich um eine Wahrscheinlichkeit und nicht um eine Gewissheit handelt und dass längerfristige Projektionen mit hohen Unsicherheiten behaftet sind.
Nach der aktuellen Einschätzung könnte eine Großwetterlage mit Zustrom milder bis warmer Luft aus südwestlicher Richtung zeitweise England und Wales begünstigen. Ob sich verbreitet spätsommerliche Bedingungen einstellen, hängt nach Angaben des Met Office wesentlich davon ab, ob sich ein beständiges Hochdruckfeld durchsetzt oder atlantische Tiefausläufer kühlere und feuchtere Luft nach Nordwesten führen. Daraus ergibt sich voraussichtlich eine Nordwest-Südost-Teilung: Während Südostengland häufiger in den Bereich höherer Temperaturen geraten könnte, sind für Schottland und Nordirland eher verhaltene Werte zu erwarten.
Der Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund eines bereits ungewöhnlich warmen Sommers 2026, in dem wiederholt Hitzeepisoden auftraten. Als begünstigende Faktoren nennt das Met Office unter anderem die jüngste Luftdruckverteilung, die Herkunft der Luftmassen und überdurchschnittliche Meeresoberflächentemperaturen in der Umgebung der britischen Inseln. Gleichwohl bleibt offen, ob die Bedingungen im September die Kriterien für eine offizielle Hitzewelle an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen erfüllen werden. Diese Einstufung hängt von regional unterschiedlichen Schwellenwerten und der tatsächlichen Abfolge der Tage ab.
Kurzfristige Vorhersagen über drei bis sieben Tage liefern verlässlichere Hinweise als Ausblicke für mehrere Wochen. Das Met Office empfiehlt daher, die täglichen Aktualisierungen der Prognosen und mögliche Wetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen. BBC Weather weist in seinen Einschätzungen ebenfalls auf die derzeit erhöhte, aber unsichere Chance für wärmere Abschnitte hin.
Mögliche Folgen betreffen vor allem den Gesundheitsschutz: Die UK Health Security Agency kann bei anhaltender Wärme Heat Health Alerts ausgeben, um ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen zu schützen. Kommunale Dienste, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser sollten Innenraumtemperaturen beobachten und Vorsorgemaßnahmen prüfen. Landwirtschaft und Wasserwirtschaft achten derweil auf regionale Niederschlagsdefizite und Bodenfeuchte, während Infrastrukturen bei Wärmeperioden mit Belastungen rechnen müssen.
Faktisch gesichert ist derzeit die erhöhte Wahrscheinlichkeit für einzelne warme Tage oder kurze Abschnitte im Verlauf des Septembers 2026. Ob daraus regional eine Hitzewelle wird, entscheidet sich erst mit der weiteren synoptischen Entwicklung und den jeweils aktuellen Kurzfristprognosen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).