Umwelt

Met Office: El Niño 2026 könnte stärkster seit über 100 Jahren werden

Die britische Wetterbehörde Met Office hat am 21. August 2026 gewarnt, dass sich im tropischen Pazifik ein sehr starker El Niño etabliert, der nach aktuellen Modellrechnungen der stärkste seit mehr als einem Jahrhundert werden…

Das Met Office hat am 21. August 2026 mitgeteilt, dass sich im tropischen Pazifik ein sehr starker El Niño etabliert und auf einen Rekordkurs steuern könnte – nach Einschätzung der Behörde womöglich der stärkste seit über einem Jahrhundert. Die Einschätzung stützt sich auf aktuelle Ozeanbeobachtungen und Ensemble‑Vorhersagen; sie reiht sich in Warnungen internationaler Fachdienste ein.

Nach Angaben des Met Office zeigen Meeresoberflächentemperaturen im zentralen und östlichen Pazifik deutlich über dem klimatologischen Mittel liegende Werte. Der ENSO-Index befindet sich klar im positiven Bereich; mehrere Vorhersagemodelle deuten für die kommenden Monate eine anhaltende Verstärkung an. Als historische Referenzen werden ausgeprägte El‑Niño‑Ereignisse wie 1997–1998 genannt. Der Superlativ „stärkster seit über 100 Jahren“ ist eine Prognose auf Basis von Szenarien und Vergleichen mit Messreihen; er ist nicht abschließend belegt und bleibt abhängig vom weiteren Verlauf.

Die Weltorganisation für Meteorologie und der europäische Copernicus-Klimadienst berichten parallel von außergewöhnlich hohen globalen Meeres- und Lufttemperaturen, die bereits neue Monatsrekorde begünstigt haben. Beide Institutionen erwarten, dass ein kräftiger El Niño die Wahrscheinlichkeit für extreme Temperatur- und Niederschlagsabweichungen in vielen Weltregionen erhöht.

Für das Vereinigte Königreich bewertet das Met Office die saisonalen Risiken neu. Im Herbst und Winter 2026/27 steigt demnach die Wahrscheinlichkeit für nasse und stürmische Abschnitte, während länger anhaltende Kältephasen weniger wahrscheinlich sind. Zugleich betont die Behörde, dass El Niño‑Signale mit anderen großräumigen Mustern interagieren und regionale Auswirkungen unsicher bleiben. Die Spannweite möglicher Effekte reicht von vermehrten Starkniederschlägen bis zu veränderten Sturmzugbahnen – ohne dass sich daraus bereits belastbare Vorhersagen für einzelne Regionen oder Ereignisse ableiten lassen.

Faktisch gesichert sind die beobachteten Ozeananomalien und die eingetretenen ENSO-Bedingungen. Zugeordnete Aussagen über künftige Intensität und Folgen sind modellbasiert und mit Unsicherheiten verbunden. Die Weltorganisation für Meteorologie und der Copernicus-Klimadienst empfehlen Verwaltungen und betroffenen Sektoren, Risikobewertungen und Vorsorgepläne fortlaufend zu aktualisieren und Beobachtungssysteme eng zu nutzen. Ein sehr starker El Niño könnte die bereits durch den Klimawandel erhöhten globalen Temperaturniveaus zusätzlich anheben; belastbare Detailaussagen zu konkreten regionalen Effekten werden erst mit weiterer Beobachtung und neuen Modelläufen möglich.

Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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