Die Metropolitan Police hat den Leiter ihrer Freiwilligenpolizei, Special Chief Officer James Deller, am 9. Oktober 2026 nach einem beschleunigten Disziplinarverfahren ohne Kündigungsfrist entlassen. Nach Angaben der Behörde waren zwischen dem 7. Juli und dem 12. August 2025 intime Bilder, die zuvor an Dellers privates Mobiltelefon gesendet worden waren, auf sein Diensthandy kopiert und später gelöscht worden. Eine dienstliche Überwachungslösung entdeckte die gelöschten Dateien im Rahmen regelmäßiger Prüfungen.
Die Met teilte mit, das Verhalten stelle grobes Fehlverhalten dar. Die Anhörung fand am 9. Oktober in Palestra House in London statt. Deller wird nach der Entlassung auf die Sperrliste des College of Policing gesetzt und ist damit künftig nicht mehr für den Polizeidienst zugelassen. Strafrechtliche Ermittlungen waren laut den veröffentlichten Mitteilungen nicht Gegenstand des Verfahrens; die Entscheidung betraf die berufsrechtliche Bewertung.
Die Behörde begründete das Vorgehen mit der Pflicht, professionelle Standards durchzusetzen. Zugleich betonte die Einsatzleitung, die große Mehrheit der Beamtinnen, Beamten und Freiwilligen diene London mit Integrität. Die Special Constabulary der Met umfasst rund 1.200 Freiwillige, die unentgeltlich polizeiliche Aufgaben unterstützen.
Die Mitteilungen der Metropolitan Police nennen die zeitliche Abfolge der Vorwürfe und die Auswertung dienstlicher Geräte durch rechtlich zulässige betriebliche Überwachung. Die verwendete Technik wurde nicht im Detail beschrieben; die Behörde sprach von automatisierten Prüfmechanismen, mit denen gelöschte Inhalte aufgespürt werden konnten. Unabhängige Stellen bestätigten, dass die Bilder zwar entfernt worden waren, jedoch durch die Auswertung rekonstruierbar blieben.
Der Fall wirft Fragen nach dem Einsatz technischer Kontrollinstrumente in Polizeibehörden auf, insbesondere zur Datenminimierung, Zweckbindung und Transparenz gegenüber Beschäftigten. Zugleich rückt er die Aufsicht über Führungskräfte innerhalb der Special Constabulary in den Blick. Die Met kündigte an, Strukturen und Standards im Freiwilligenbereich weiter zu überprüfen.
Faktenlage: Die Entlassung erfolgte am 9. Oktober 2026 nach einem beschleunigten Disziplinarverfahren; die beanstandeten Vorgänge datieren auf Juli und August 2025. Die Metropolitan Police führte aus, dass die Inhalte vom privaten auf das dienstliche Telefon gelangten und dort später gelöscht wurden. Aussagen zur Integrität der Mehrheit der Kräfte sind der Behörde zuzuschreiben. Zu möglichen weiteren dienstrechtlichen Schritten liegen derzeit keine abschließenden Angaben vor.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).