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Manchester Airports Group meldet Datendiebstahl bei 8,7 Millionen Kunden

Die Betreiberin der Flughäfen Manchester, London Stansted und East Midlands hat bestätigt, dass bei einem Cyberangriff Kontakt- und Fahrzeugdaten von rund 8,7 Millionen Kunden abgeflossen sind. Der Flugbetrieb blieb unbeeinträchtigt.

Die Manchester Airports Group hat am 27. August 2026 bestätigt, dass bei einem Cyberangriff personenbezogene Daten von etwa 8,7 Millionen Kunden eingesehen wurden. Betroffen sind Datensätze aus Parkbuchungen, Lounge- und Fast-Track-Reservierungen sowie aus In-Airport-WLAN-Anmeldungen an den Standorten Manchester Airport, London Stansted und East Midlands Airport. Nach Angaben des Unternehmens wurden E‑Mail-Adressen, Telefonnummern, Fahrzeugkennzeichen und Postleitzahlen erlangt; Zahlungs- oder Bankdaten seien nicht betroffen.

Das Unternehmen teilte mit, der Vorfall sei erkannt und eingedämmt worden. Interne und externe Spezialistenteams seien eingesetzt und die zuständigen Behörden informiert worden. Manchester Airports Group betonte, dass weder Flugsicherheit noch Betriebssicherheit beeinträchtigt gewesen seien und es zu keinen betrieblichen Störungen gekommen sei. Vorsorglich wurde das Online-Werkzeug Manage My Booking vorübergehend deaktiviert; Kunden sollten bei kurzfristigen Änderungen den Kundenservice kontaktieren.

Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass die Kombination aus Kontakt- und Fahrzeugdaten das Risiko gezielter Phishing-, SMS- oder Telefonbetrugsversuche erhöht. Betroffene werden zur besonderen Vorsicht gegenüber unerwarteten Nachrichten und zur Vermeidung von Klicks auf unbekannte Links angehalten. Im Zweifel sollen offizielle Kontaktwege der Flughäfen genutzt werden. Medienberichte nennen die Zahl der Betroffenen übereinstimmend und verweisen auf die Stellungnahme des Betreibers.

Rechtlich fällt der Vorfall unter die Pflichten zur Meldung und Kooperation nach der britischen Datenschutz-Grundverordnung (UK GDPR) und dem Data Protection Act. Das Information Commissioner’s Office kann Ermittlungen aufnehmen und gegebenenfalls Sanktionen prüfen. Entscheidungen der Aufsicht liegen derzeit öffentlich nicht vor. Üblicherweise untersuchen die Behörden in solchen Fällen Ursache, Umfang und technische sowie organisatorische Abhilfemaßnahmen. Für die Branche erneuert der Vorfall die Debatte über die Absicherung von Kundenportalen, das Prinzip der Datenminimierung und transparente Aufbewahrungsfristen.

Manchester Airports Group erklärte, man arbeite weiter an der forensischen Aufklärung und daran, betroffene Kunden individuell zu informieren. Welche Angreifer für den Zugriff verantwortlich sind und über welchen initialen Vektor sie eindrangen, ist bislang nicht bekannt. Hinweise auf eine Beeinträchtigung von Reisedokumenten oder Reiserouten liegen nach Unternehmensangaben nicht vor. Die Flughäfen Manchester, London Stansted und East Midlands laufen den Angaben zufolge planmäßig weiter.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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