Politik

Konservative verspotten Robert Jenrick mit satirischem Teppich auf Parteitag in Birmingham

Auf dem Conservative Party Conference in Birmingham sorgt ein 27 Meter langes Wandbild im Stil des Bayeux-Teppichs für Aufsehen: Es hebt Kemi Badenoch hervor und stellt den zu Reform UK übergetretenen Robert Jenrick als…

Auf dem Conservative Party Conference in Birmingham hat eine großformatige, satirische Installation im Stil des Bayeux-Teppichs die größte Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das rund 27 Meter lange Wandbild, in Berichten als „Birmingham Tapestry“ bezeichnet, erzählt jüngste politische Episoden aus Sicht der Konservativen. Im Zentrum steht Parteichefin Kemi Badenoch; der frühere Tory-Abgeordnete Robert Jenrick, inzwischen bei Reform UK, wird wiederkehrend als Abtrünniger gezeichnet.

Das Exponat war in der Ausstellungshalle des International Convention Centre zu sehen. Nach übereinstimmenden Medienberichten zeigt es in fortlaufenden Szenen eine parteiinterne Erzählung: Badenoch als durchsetzungsstarke Oppositionsführerin, gegnerische Figuren aus Labour und Reform UK als karikierte Kontraste. Jenrick taucht demnach mehrfach in spöttischen Miniaturen auf. Die Machart lehnt sich erkennbar an mittelalterliche Bildsprache an; begleitende Texte rahmen die Szenen im Tonfall eines Museums, jedoch mit deutlich satirischer Zuspitzung.

Der aktuelle Anlass der Schau ist die jährliche Zusammenkunft der Konservativen in Birmingham. Politisch dient die Inszenierung offenkundig der Selbstvergewisserung der Partei nach Monaten innerer Spannungen und im Wettbewerb mit Reform UK. Badenoch war im vergangenen Jahr aus einem parteiinternen Führungsstreit als Siegerin hervorgegangen. Laut britischen Berichten ist Jenrick seit seinem Wechsel zu Reform UK bei den Konservativen zur Reizfigur geworden.

Reaktionen vor Ort beschrieben das Tuch als humorvoll und bei den Delegierten beliebt, zugleich jedoch als kleinlich gegenüber politischen Gegnern. Beobachter wiesen darauf hin, dass die Installation vor allem die eigene Basis anspricht und Loyalität einfordert. Ob diese Form der Zuspitzung unentschlossene Wählerinnen und Wähler erreicht, blieb offen. Es gab zunächst keine ausführlichen offiziellen Stellungnahmen der Parteispitze zu Inhalt oder Urheberschaft der Installation; Stimmen aus der Parteiführung wurden in den Berichten nur zusammengefasst wiedergegeben.

Einordnungen in britischen Medien betonen, dass die Konservativen seit Jahren auf visuelle Narrative setzen, um politische Linien einzuprägen. Das satirische Wandbild knüpft daran an und verdichtet Rivalitäten im rechten Spektrum, insbesondere zwischen den Konservativen und Reform UK. Die öffentliche Wirkung der Aktion wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn die Parteien ihre Kommunikationslinien nach dem Parteitag schärfen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk