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Imker fordern landesweite Aufklärung zur Asiatischen Hornisse

Britische Imkerverbände drängen am 5. September 2026 auf eine nationale Informationskampagne: Die invasive Asiatische Hornisse schade Bestäubern und gefährde damit Ernten, warnen sie nach vermehrten Sichtungen und Nestfunden in diesem Jahr.

Britische Imker haben am 5. September 2026 vor einer weiteren Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) im Vereinigten Königreich gewarnt und eine landesweite Aufklärungskampagne gefordert. Die British Beekeepers' Association und regionale Vereine verweisen auf vermehrte Sichtungen und mehrere bestätigte Nester in diesem Jahr. Sie befürchten erhebliche Einbußen bei Bestäubern und daraus folgende Risiken für Wildpflanzen und Nutzkulturen.

Die Art ist in Südostasien heimisch und wurde 2004 erstmals in Europa nachgewiesen. Im Vereinigten Königreich wurden erste Funde 2016 bestätigt. Seither betreibt die National Bee Unit der Animal and Plant Health Agency ein Kontingenzprogramm mit Früherkennung, Nestverfolgung und Beseitigung. Behörden und Fachstellen führen den jüngsten Ausbreitungsschub unter anderem auf wärmere Frühjahre und Sommer zurück. Die Imker fordern neben Informationsarbeit auch eine engmaschigere Fallenüberwachung sowie mehr Personal für die Feldarbeit.

Die räuberische Hornisse jagt an Bienenstöcken und Blüten, erbeutet Honigbienen, andere Bestäuber und Bienenbrut und kann in dicht betroffenen Gebieten sogenannte „pollinator deserts“, also bestäubungsarme Räume, erzeugen. Das hätte Folgen für die Bestäubung von Obst, Beeren, Feldkulturen und vielen Wildpflanzen. Fachleute betonen zugleich, dass eine frühzeitige Meldung und rasches Vorgehen die entscheidenden Stellschrauben sind, um eine dauerhafte Etablierung zu verhindern.

Die National Bee Unit bittet die Öffentlichkeit, Verdachtsfälle ausschließlich über die offiziellen Meldewege einzureichen und keine eigenständigen Zerstörungsversuche zu unternehmen. Hilfreich sind Fotos, genaue Ortsangaben und, wenn möglich, Informationen zu Flugrichtung und Tageszeit. Die App Asian Hornet Watch, die vom UK Centre for Ecology & Hydrology mitentwickelt wurde, unterstützt die Übermittlung von Funden. Bestätigte Sichtungen werden von Fachteams verfolgt; Nester werden lokalisiert und nach amtlichen Verfahren entfernt.

Die Regierung verweist auf das bestehende Programm zur Überwachung invasiver, nicht heimischer Arten und auf die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Fachbehörden und Verbänden. Eine finanzierte nationale Kampagne wurde bislang nicht zugesagt. Der Chief Plant Health Officer ruft zur erhöhten Aufmerksamkeit auf, insbesondere in Spätsommer und Herbst, wenn Arbeiterinnen und Jungköniginnen besonders aktiv sind. Zahlen zu Sichtungen und Einsätzen veröffentlicht die National Bee Unit fortlaufend in ihren Lageberichten. Aussagen der Verbände zu Umfang und Folgen der Ausbreitung sind Zuschreibungen; amtliche Bestätigungen erfolgen nach Prüfung durch die Einsatzteams.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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